Maskulinität und Gewalt gegen Frauen
Padare ist eine weitere Partnerorganisation innerhalb des COGENHA Programms. Die Mitarbeiter/innen von Padare gehen Fragen nach Maskulinität, Rollenverständnis und der Beendigung von Gewalt gegen Frauen nach.
Hier die Geschichte von Herrn Kazembe:
„Ich wuchs in einer Familie mit zehn Personen auf und bin der Zweitgeborene in der Familie. Mein Umfeld war von Fußball geprägt: Mein Vater war Vorsitzender des örtlichen Fußballvereins und mein Bruder hatte den Posten des Sekretärs des Fußballverbandes. Mit dreizehn Jahren war ich ein so guter Fußballspieler, dass ich bald als Offensivspieler in den guten Vereinen des Landes spielte. Jetzt bin ich verheiratet und Vater von drei Kindern, zwei Jungen und einem Mädchen. In unserem Distrikt arbeite ich als verantwortlicher Angestellter für Sport und Bildung. Hier arbeite ich mit unterschiedlichen Altersgruppen, um Sportereignisse zu planen und zu gestalten.
2005 schloss ich mich Padare an.
Wie das kam? Die örtliche Polizei hatte mir das geraten, nachdem ich meine Frau, die mit unserem ersten Kind schwanger war, unter Alkoholeinfluss geschlagen habe. Der Alkohol hatte mein soziales und mentalen Urteilsvermögen derart beeinträchtigt, dass ich in meinem Umfeld zu einer Schande geworden war. Ich setzte mir keine Ziele mehr und löste keine Familienprobleme. Ich war ein totaler Versager.
Was ich durch Padare gelernt habe:
Padare hat mich verändert. Ich weiß jetzt, was es heißt, ein Mann zu sein. Ein richtiger Mann schlägt keine Frau. Ich misshandle meine Frau nicht mehr, sondern setze mich für eine Gesellschaft ein, die frei ist von Gewalt gegen Frauen. Padare hat mir beigebracht, zu verhandeln und auch mich zu entschuldigen, wenn ich Fehler mache. In den Padare Gesprächsgruppen ermutigen wir uns gegenseitig zur ständigen Verbesserung unseres Verhaltens. Meine Frau weiß mein neues Leben sehr zu schätzen und ich akzeptiere meine Verantwortung als Mann. Ich lebe jetzt glücklich mit meiner Familie.
Meine Zukunftspläne?
Ich möchte mit Straßenkindern arbeiten und mit ihnen über Gewalt gegen Frauen sprechen. Ich möchte das, was ich aus meinen negativen Zeit als Gewalttätiger gelernt habe, mit gewalttätigen Männern in anderen Gegenden teilen, damit auch sie von der Gewalt gegen Frauen ablassen. Außerdem möchte ich, dass Frauen und Männer gleichermaßen an Sportveranstaltungen teilnehmen, und ich möchte ein Netzwerk aus Organisationen aufbauen, die sich gegen Gewalt gegen Frauen einsetzen.“
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