Klimawandel und Klimapolitik
Auf der UN-Klimakonferenz in Cancun
Auf der UN-Klimakonferenz in Cancun. Oxfam baute Skulpturen aus Sand und rief Entscheidungsträger auf, konkrete Maßnahmen umzusetzen, die Millionen Menschen dabei unterstützen, sich gegen die Folgen des Klimawandels zu schützen.
Eisfiguren gegen den Klimawandel
Eisfiguren gegen den Klimawandel: Oxfam setzt sich 2009 auf der UN-Klimakonferenz in Poznan/Polen für mehr Engagement der reichen Länder beim Klimaschutz ein. © Piotr Fajfer/Oxfam
Oxfam-Stunt im Londoner Aquarium
Oxfam protestiert 2009 mit einem Stunt im Londoner Aquarium gegen den Anstieg des Meeresspiegels im Zuge der globalen Erderwärmung und fordert zum Handeln auf. © Zac Macaulay/Oxfam
Fotoausstellung auf der UN-Klimakonferenz in Bali 2007.
Die „It's UP TO UNOW“-Fotoausstellung auf der UN-Klimakonferenz in Bali 2007. © Ng Swan Ti/Oxfam International
Oxfam-Stunt auf der UN-Konferenz für Klimawandel in Bali 2007.
Fight Climate Poverty Stunt auf der UN-Konferenz für Klimawandel in Bali 2007. © Ng Swan Ti/Oxfam International
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Klimawandel und Klimapolitik

Wir stecken mittendrin, im Klimawandel. Polkappen und Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Überschwemmungen oder Stürme zerstören Hab und Gut der Menschen, steigende Temperaturen begünstigen die Ausbreitung von Krankheiten wie Malaria, langanhaltende Dürren oder sintflutartige Regenfälle verringern und vernichten die Ernten. Die Folgen des Klimawandels treffen die in Armut lebenden Men­schen in den Entwicklungsländern am stärksten, obwohl sie kaum zu der Krise beigetragen haben. Mehr zu den Folgen des Klimawandels.

Das wirksamste Mittel dagegen ist das rasche Absenken der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen. Vor allem die reichen Industrieländer stehen in der Verantwortung, denn sie sind nicht nur maßgeblich für den Klimawandel verantwortlich, sie verfügen auch über ausreichend Wohlstand und Wirtschaftskraft, um die eigenen Emissionen abzusenken und zudem die armen Länder gegen die Folgen des Klimawandels und bei der klimafreundlichen Entwicklung zu unterstützen. Mehr zu Energie- und Klimapolitik.

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Gruppen:
11 | Mai | 2015
Die G7-Energieminister beraten über die „Sicherung der nachhaltigen Energieversorgung“. Dabei müssen sie sich dringend auf den Ausstieg aus der Kohle verständigen.
22 | Dezember | 2014
Die Hoffnungen, die mit der Klimakonferenz im Lima verbunden waren, haben sich nicht erfüllt. Auf dieser Basis werden die Verhandlungen über das Klimaschutzabkommen im Jahr 2015 schwierig.
29 | November | 2014
Im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Lima bescheinigt Oxfam den Industrieländern zu wenig Ehrgeiz beim Klimaschutz und zu wenig Fortschritte bei der finanziellen Unterstützung für die armen Länder. Dies gefährdet das künftige weltweite Klimaschutz-Abkommen, das im Zentrum der zweiwöchigen Verhandlungsrunde in Peru steht.
17 | September | 2014
Umweltministerin Barbara Hendricks: Die finanzielle Förderung von Kohlekraftwerken durch die KfW soll weitgehend beendet werden. Richtig, sagt Oxfam, denn Kohlekraftwerke heizen das Klima auf.
15 | Juli | 2014
Mit der Zusage macht Deutschland den ersten Schritt, um den bislang leeren Green Climate Fund finanziell auszustatten. Damit stehen die anderen reichen Länder unter Druck.
24 | März | 2014
Der UN-Wissenschaftsrat zum Klimawandel (IPCC) hat seinen neuen Bericht vorgestellt. Oxfams Kurzstudie zeigt, wie unzureichend die Welt auf Hungerkrisen durch den Klimawandel vorbereitet ist.
25 | November | 2013
Nach zweiwöchigen Verhandlungen endete die UN-Weltklimakonferenz in Warschau mit einem gefährlich schwachen Ergebnis.
22 | November | 2013
Nach dem Fiasko der Klimaverhandlungen in Warschau stehen die Staats- und Regierungschefs vor der Entscheidung, ob sie die Klima-Katastrophe hinnehmen oder sich doch noch ihrer Verantwortung stellen.
21 | November | 2013
Gemeinsam mit vielen anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Gewerkschaften hat Oxfam die Klimaverhandlungen in Warschau heute demonstrativ verlassen.
12 | Juli | 2013
Neue Zahlen zeigen, dass in den letzten Jahren im Energiesektor mehr als die Hälfte der umstrittenen Hermes-Bürgschaften für fossile Energien (also: Kohle, Erdöl, Erdgas) erteilt wurden und nur der kleinere Teil für Sonne, Wind, Wasser und Biomasse.
Der Klimawandel bedroht weltweit die Lebensgrundlagen von Menschen

Verdorrte Ernten oder dezimierte Viehbestände wegen lang anhal­tender Trockenheiten, überschwemmte Dörfer nach sintflutartigen Regenfällen oder Malaria sind in den armen Ländern nichts Neues – all dies plagt die Menschen dort seit jeher und gehört auch seit jeher zu den Ursachen der Armut. Mit dem Klimawandel aber verschärfen sich Häufigkeit, Heftigkeit und Dauer solcher Ereignisse. In der Konsequenz verschlechtern sich die oft ohnehin prekären Lebensbedingungen weiter, und die Menschen rutschen tiefer in die Armut.

Für die Menschen in den armen Ländern wird es immer wichtiger, sich an die Veränderungen anzupassen oder die drohenden Schäden abzumildern, etwa durch effizientere Bewässerungssysteme und Regenwasserspeicher oder bessere Frühwarnsysteme gegen Unwetterkatastrophen. Wegen der verbreiteten Armut sind die Möglichkeiten der Menschen häufig sehr begrenzt. Die schleichenden Veränderungen bedrohen zunehmend die Lebensgrundlagen der Menschen, etwa wenn wegen des steigenden Meeresspiegels Küstengebiete immer wieder überflutet werden und Grundwasserspeicher und Böden versalzen, oder wenn sich in Regionen, in denen Wasser schon immer knapp war, die jährlichen Niederschläge so sehr verringern, dass der Anbau von Getreide nicht mehr möglich ist. Aber auch ein einziger Sturm oder eine einzige Flut reichen oft schon aus, um die Lebensgrundlagen der Menschen komplett zunichte zu machen.

Klimawissenschaftler halten einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur von 2°C für die gerade noch zu bewältigende Obergrenze. Jenseits der 2°C-Schwelle droht der Klimawandel zu einer unumkehrbaren globalen Katastrophe zu werden, die langfristig viele Gesellschaften insbesondere in den armen Ländern schlicht überfordern und zusammenbrechen lassen könnte, unter dem Gewicht von Hunger und Unterernährung, Wassermangel, Epidemien, verschwindender Ökosysteme, steigendem Meeresspiegel und immer mehr und heftigeren Unwetterkatastrophen.

Was ist zu tun? Klimakiller abschalten!

Das wirksamste Mittel gegen solche Szenarien ist die größtmögliche Begrenzung des Klimawandels durch rasches und drastisches Absenken der weltweiten Treibhausgas­emissio­nen – Modellrechnungen der Klimawissenschaftler sagen, um mindestens 80% bis zur Jahrhundertmitte. Derzeit aber wachsen die globalen Emissionen schneller, als selbst in den pessimistischsten Szenarien noch vor wenigen Jahren vorhergesagt. Ein Anstieg der globalen Durchschnitts­temperatur um 3°C, 4°C oder sogar 6°C gilt als möglich.

Der Abschied vom Zeitalter der fossilen Brennstoffe und die damit notwendige Transformation der industriellen Basis und der Energiesysteme sind eine gewaltige Herausforderung. Vor allem die reichen Industrieländer stehen in der Verantwortung, denn sie sind nicht nur maßgeblich für den Klimawandel verantwortlich, sie verfügen auch über die notwendigen Ressourcen. Der Umbau ist technologisch möglich, ökonomisch sinnvoll und angesichts der Zerstörung der Lebensgrundlagen der Menschen in den armen Ländern alternativlos. Dazu müssen sich die Regierungen gegen die Interessen der klimaschädlichen Industrien und der Betreiber der Klimakiller-Kohlekraftwerke durchsetzen.

Denn: der Klimawandel ist auch eine Folge der verfehlten Energiepolitik in den Industrieländern, einschließlich Deutschlands. Der Ausbau der regenerativen Energien in Deutschland geht zu langsam voran, die Wärmedämmung des Gebäudebestands wird nur halbherzig vorangetrieben, und der Emissionshandel schützt eher die Industrie vor Veränderung als das Klima. Bei uns sind mehr als 20 neue Kohlekraftwerke in Planung oder im Bau.

Ein weltweites Klimaschutzabkommen

Ende 2012 läuft die erste Verpflichtungsrunde des Kyoto-Protokolls aus, das bisher gültige internationale Vertragswerk gegen den Klimawandel, unter dem sich die reichen Länder zu konkreten Klimaschutzzielen bis 2012 verpflichtet hatten. Für die Zeit danach verhandeln die Regierungen seit Jahren um die Fortführung des Kyoto-Protokolls und um ein neues Abkommen. Damit das gelingt, müssten sich insbesondere die reichen Industrieländer schnell auf verbindliche Klimaschutzziele einigen, die langfristig ihre Emissionen gen Null absenken. Ferner müssen sich diese Länder auch verpflichten, die armen Länder angemessen finanziell und technologisch bei der klimafreundlichen Entwicklung und der Anpassung an die klimatischen Veränderungen zu unterstützen.

Die Verhandlungen stocken – der große UN-Klimagipfel von Kopenhagen Ende 2009 hat den Durchbruch nicht gebracht. Seit der UN-Klimakonferenz in Durban ende 2011 wird nun weiterverhandelt, mit dem Ziel, das Abkommen bis 2015 zu verabschieden. Die seither verkündeten Klimaschutzziele der reichen Länder und die geplanten Klimaschutz­maß­nah­men der Schwellenländer machen jedoch eine Erwärmung von 3-4°C wahrscheinlich, die aktuell beobachteten trends sogar 5-6°C. Das gefährdet die Lebensgrundlagen von Hunderten Millionen Menschen. 

Jan Kowalzig | 21 | März | 2013
Seit Jahren weisen wir die Bundesregierung immer wieder darauf hin, dass die Bewältigung des Klimawandels eine zusätzliche Belastung für die armen Länder, die...
Jan Kowalzig | 6 | März | 2013
Es ist Energiewende – aber in Stade plant der Chemiekonzern DOW ein neues Kohlekraftwerk, also einen „werkseigenen“ Klimakiller mit einer Leistung von 920...
Jan Kowalzig | 26 | Februar | 2013
Was mich bei der Energiewende wirklich aufregt, ist, dass oft vergessen wird (zum Beispiel von unserem Wirtschaftsminister), worum es eigentlich geht. Auf den...
Henning Golueke | 10 | Dezember | 2012
Die 18. Klimakonferenz in Doha endete indem Konferenzpräsident Abdullah bin Hamad Al-Attiya im Sekundentakt auf den Tisch hämmerte und keinen Einspruch mehr...
Henning Golueke | 4 | Dezember | 2012
Doha droht ohne substanzielle Fortschritte für den Klimaschutz zu Ende zu gehen. Der erfolgreiche Abschluss der zweiten Verpflichtungsrunde unter dem Kyoto-...
Henning Golueke | 30 | November | 2012
…dies jedenfalls wünschte sich Mary Robinson, Ehrenpräsidentin von Oxfam International und ehemalige UN Hochkommissarin für Menschenrechte, von der Jugend in...
Jan Kowalzig | 22 | Oktober | 2012
Fast 80 Millionen Euro wollte die Bundesregierung für einen futuristischen Neubau als Sitz des Green Climate Fund ausgeben, der dann neben dem bereits in Bonn...
Jan Kowalzig | 9 | September | 2012
Wissenschaftler der University of Sussex haben für uns mithilfe von Computersimulationen ausgerechnet, wie sich wegen des Klimawandels wahrscheinlicher...
Jan Kowalzig | 30 | Juli | 2012
Man kann eigentlich nicht in Urlaub fahren. Weil es Politiker gibt, die das Sommerloch dazu nutzen, ihre klimapolitisch für uns eher schwierigen Ansichten in...
Jan Kowalzig | 7 | Juni | 2012
Was die Europameisterschaft angeht, hoffe ich, dass Polen in Gruppe A erster wird und Deutschland in Gruppe B zweiter. Oder umgekehrt, also Deutschland erster...
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Der Bericht „Food, Fossil Fuels and Filthy Finance“ warnt, das mit den derzeit weltweit unzureichenden Klimaschutzzielen eine globale Erwärmung in Kauf genommen würde, die in den kommenden Jahrzehnten Hunderte Millionen Menschen Missernten, Hunger, Mangel- und Unterernährung aussetzen werde.
Die Welt ist auf Hungerkrisen infolge des Klimawandels nicht vorbereitet. Davor warnt Oxfam in dieser Kurzstudie anlässlich der Konferenz des UN-Klimarates (IPCC) in Japan, auf der die Regierungen den neuen Bericht des Gremiums verabschieden werden.
Kaffee ist in Uganda ein wichtiges Produkt für den Export. 90 Prozent der Bohnen werden dabei von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern produziert. Die Folgen des Klimawandels werden sie hart treffen. Oxfam hat die Kaffeebäuerinnen und Kaffeebauern im ugandischen Ruwenzori-Gebirge zu ihren Beobachtungen befragt. Demnach sind die Veränderungen des Klimas schon jetzt sichtbar und machen das Wetter weniger vorhersagbar. Der Bericht „The Impact of Climate Change on Coffee in Uganda: Lessons from a case study in the Rwenzori Mountains“ zeigt Handlungsempfehlungen auf, um den ugandischen Kaffeeanbau an die klimatischen Veränderungen anzupassen und damit die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wirtschaft des Landes und die Lebensgrundlagen der Menschen zu reduzieren.
Dieses neue Papier von Oxfam Deutschland (in englischer Sprache) gibt einen Überblick über die Erfüllung der deutschen Fast-Start-Zusage zur Klimafinanzierung, die die Bundesregierung auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen Ende 2009 gemacht hatte.
Die Folgen des Klimawandels werden zunehmend Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zeitweise oder dauerhaft zu verlassen. Sieben Nichtregierungsorganisationen skizzieren die Herausforderung in einem Bericht und fordern eine solidarische Politik, die sich der Verantwortung gegenüber klimabedingter Flucht und Migration stellt.
30 Milliarden US-Dollar an Finanzhilfen für Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels für die nächsten drei Jahre: Das versprachen Industrieländer den armen Ländern Ende 2009 auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen. Kurz vor Ende des Zeitraums dieser Fast-Start-Zusage veröffentlicht Oxfam eine Analyse, wonach nur 33 Prozent der Mittel tatsächlich „neu“ sind.
Der Klimawandel hat Folgen für alle Sektoren der Landwirtschaft und die generelle Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln. Die Prognosen zahlreicher Studien besagen, dass die Ernteerträge bei wichtigen Grundnahrungsmitteln wie Reis, Weizen, Mais und Soja infolge des Klimawandels – durch häufiger auftretende und schwerwiegendere Überschwemmungen und Dürren, durch fehlendes Wasser oder den Anstieg des Meeresspiegels – zurückgehen.
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