Landwirtschaft im Süden
Foto: Bauer bei der Feldarbeit
Größere Ernten durch Anbaumethoden, die die Bodenfruchtbarkeit verbessern. © Karen Robinson/Oxfam

Landwirtschaft im Süden

Der landwirtschaftliche Sektor hat in vielen armen Ländern eine Schlüsselrolle inne. Die Förderung des Wachstums im Agrarbereich, insbesondere der einheimischen Lebensmittelproduktion, kann viele Menschen aus der Armut befreien. Investitionen in die kleinbäuerliche Landwirtschaft zahlen sich aus. Sie treiben die wirtschaftliche Entwicklung voran, schaffen Arbeitsplätze und fördern die ländliche Entwicklung.

Oxfam setzt sich für mehr Investitionen in die Landwirtschaft, insbesondere in die einheimische Lebensmittelproduktion der Kleinbauern ein.


Factsheets zum Thema:

Die Entwicklung des Agrarsektors nimmt eine Schlüsselrolle bei der Förderung der Entwicklung und der Bekämpfung der Armut ein. Höhere und bessere öffentliche Hilfen für ländliche Entwicklung und Forschung aber auch Bildung, Infrastruktur, Gesundheit und Umwelt sind dafür dringend notwendig. Wenn man Armutsbekämpfung und nicht Rentabilität zum Maßstab von Investitionen macht, zeigt sich: Investitionen in arme Menschen – Frauen und Männer gleichermaßen – zahlen sich aus.

Weil die Voraussetzungen in jedem Land anders sind, kann es kein allgemeingültiges Patentrezept für die landwirtschaftliche Entwicklung geben. Entscheidend ist vor allem, wohin und an wen die Hilfe fließt. Landwirtschaftliche Investitionen müssen insbesondere diejenigen erreichen, die jahrzehntelang vernachlässigt wurden: Geschätzte zwei Drittel der Bauern in Entwicklungsländern, die in unzugänglichen Gebieten mit unfruchtbaren Böden leben. Diese Bauern produzieren für die lokalen Märkte.

Die Erfahrung zeigt: Öffentliche Investitionen in die einheimische Lebensmittelproduktion zahlen sich aus. Beispiel Ruanda: Eine Steigerung der ruandischen Wirtschaftsleistung im Bereich der Grundnahrungsmittelproduktion um ein Prozent bekämpft Armut besonders wirksam. Der gleiche Anstieg des Bruttoinlandprodukts, der auf dem Export von Agrarprodukten oder einem Wachstum in nicht-landwirtschaftlichen Sektoren beruht, verbessert die Situation der Menschen dagegen nur geringfügig.