Scheinbar sinnvoll: Ein Programm, um bezahlbare Malaria-Medikamente in armen Ländern zugänglich zu machen. Über das Leben von Menschen sollte aber nicht von Straßenhändlern entschieden werden.
Das Programm „Affordable Medicines Facility – malaria“ (AMFm) vertreibt subventionierte Malaria-Medikamente über den freien Markt. Lebensrettende Wirkungen für die ärmsten Bevölkerungsgruppen oder einen positiven Einfluss auf die Bildung von Resistenzen kann es aber nicht belegen. Vielmehr birgt der Medikamentenvertrieb durch nicht medizinisch geschulte Händler hohe Risiken von Fehldiagnosen.
Außerdem besteht das Gefahr, dass dieses Programm knappe öffentliche Gelder aus effektiveren Ansätzen abzieht. Ein solcher Ansatz wären gezielte Investitionen in basisnahe Gesundheitsfachkräfte, mit denen die Zahl der Malariatoten beispielsweise in Äthiopien halbiert werden konnte.
Das AMFm-Programm ist in den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria eingebunden. Das Modell wird zurzeit in acht Ländern Afrikas und Asiens erprobt.
Wir fordern, das AMFm-Programm einzustellen und appellieren an den Verwaltungsrat des Globalen Fonds, diese Entscheidung auf seiner nächsten Sitzung am 14./15. November in Genf zu treffen.






