Sudan
Foto: Flüchtlinge beim Wasserholen
4,5 Millionen Menschen sind auf die Versorgung durch Hilfsorganisationen angewiesen. © Jane Beesley/Oxfam

Sudan

Der Darfur-Konflikt im Westen des Sudans ist eine der schlimmsten humanitären Krisen weltweit. 2,5 Millionen Menschen – ein Drittel der Gesamtbevölkerung von Darfur – leben in Camps in Darfur oder in Gebieten jenseits der Grenze, im benachbarten Tschad. Insgesamt 4,5 Millionen Menschen sind auf die Versorgung durch Hilfsorganisationen angewiesen.

Oxfam leistet Nothilfe für rund 500.000 Menschen in Darfur und im Ost-Tschad. Wir unterstützen lokale Gemeinschaften durch Wasser- und Sanitärversorgung, Bildungsprogramme im Gesundheits- und Hygienebereich und Schaffung von Erwerbsmöglichkeiten.

21 | November | 2011

Kämpfe im Grenzgebiet zwischen Sudan und Südsudan: Oxfam verlagert Personal

Oxfam reduziert vorübergehend seine Präsenz im südsudanesischen Bundestaat Upper Nile. Grund ist die akute Verschlechterung der Sicherheitslage im Grenzgebiet zwischen Sudan und Südsudan. Bis auf weiteres wurden 22 Mitarbeiter/innen – überwiegend technische Fachkräfte und Gesundheitspersonal – aus den Büros in Jamam und Renk nach Malakal versetzt.

Dieser Schritt wurde erforderlich aufgrund der Eskalation von Auseinandersetzungen im Grenzgebiet der beiden Staaten.

Anfang November 2011 griffen die Kämpfe, die sich bislang auf der sudanesischen Seite der Grenze abgespielt hatten, auf den Südsudan über: Nach Bombenangriffen auf das Flüchtlingslager Yida kam es am 11. November 2011 auch zu Angriffen in Upper Nile, wo Oxfam rund 64.000 Menschen mit Trinkwasser und Hygienemaßnahmen versorgt. 

Die Kämpfe stellen eine massive Beeinträchtigung der humanitären Hilfe dar. Oxfam ruft die Konfliktparteien auf, die Kampfhandlungen umgehend einzustellen, um die humanitäre Versorgung der Bevölkerung zu ermöglichen.

27 | Juni | 2011

Sudan: Humanitäre Hilfe für Bevölkerung im umkämpften Grenzgebiet sicherstellen

Die Kämpfe im Grenzgebiet zwischen dem Nord- und Südsudan halten weiter an. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind in Südkordofan über 70.000 Menschen auf der Flucht. Oxfam ruft alle Konfliktparteien auf, die Kämpfe zu beenden und die humanitäre Versorgung der Not leidenden Bevölkerung im Krisengebiet zu ermöglichen.
Oxfam fordert Waffenstillstand in Südkordofan

Auch mehrere Wochen nach Ausbruch der Kämpfe in der Grenzregion zwischen dem Nord- und Südsudan bleibt es für Hilfsorganisationen extrem schwierig, die Bevölkerung bestimmter Gebiete zu erreichen, um sie mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen, etwa mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln.

„Die Kampfhandlungen müssen unverzüglich eingestellt werden“, so Michael Delaney, Nothilfe-Direktor bei Oxfam. „Zehntausende von Menschen sind in entlegene Dörfer in den Nuba-Bergen geflohen, und es ist entscheidend, dass Hilfsorganisationen diese Gebiete erreichen können, um den Menschen dort zu helfen.“ Zurzeit beeinträchtigen Straßenblockaden, Bombenangriffe auf Flughäfen und die anhaltenden Kämpfe den Transport von Hilfsgütern massiv. Darüber hinaus berichten Organisationen vor Ort, darunter auch Partner von Oxfam, von Plünderungen ihrer Büros in der Provinzhauptstadt Kadugli. Hilfsaktivitäten mussten unterbrochen und Personal vorübergehend evakuiert werden.

Die jüngsten Vereinbarungen über eine Entmilitarisierung und die vorübergehende Stationierung einer Friedenstruppe im umstrittenen Gebiet von Abiyei lassen auf eine friedliche Lösung hoffen. „Wir wissen seit dem Friedensabkommen von 2005, wie viel Diplomatie und Verhandlungen erreichen können, wenn es darum geht, Konflikte im Sudan beizulegen. Heute sollten sich die Politiker im Sudan daran erinnern, dass es auf Dauer keine Alternativen zu einer friedlichen Koexistenz zwischen Nord- und Südsudan gibt. Dies gilt auch für die zwei künftig unabhängigen Staaten. Frieden in der Grenzregion ist entscheidend für die Zukunft aller Menschen im Sudan, “ so Delaney.