Mahlzeit!
Foto: „Mahlzeit!“ – eine Ausstellung zu den Ursachen von Nahrungsmittelkrisen un
„Mahlzeit!“ – eine Ausstellung zu den Ursachen von Nahrungsmittelkrisen und Lösungsansätzen, um Hunger zukünftig zu vermeiden. © Max Beckmann/Oxfam
Foto: Die Folgen des Klimawandels und der Anbau von Energiepflanzen anstelle von
Die Folgen des Klimawandels und der Anbau von Energiepflanzen anstelle von Nahrungsmitteln verknappen das Angebot an Nahrungsmitteln. © Oxfam
Landgrabbing – der Ausverkauf von Land und Wasser in armen Ländern sowie hoher F
Landgrabbing – der Ausverkauf von Land und Wasser in armen Ländern sowie hoher Fleischkonsum verschärfen das Hungerproblem. © Oxfam
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Mahlzeit!

In einer Welt, in der so viel Nahrung wie nie zuvor produziert wird, leiden trotzdem fast eine Milliarde Menschen an Hunger und Unterernährung. Frauen und Mädchen sind besonders betroffen. In der Ausstellung „Mahlzeit!“ werden die Ursachen von Hunger veranschaulicht, sowie Lösungsansätze aufgezeigt, was getan werden kann, um das weltweite Hungerproblem in den Griff zu bekommen.

Oxfam Deutschland verleiht diese Fotoausstellung. Der Verleih der Ausstellung ist kostenlos, lediglich die Transportkosten sind vom Aussteller zu übernehmen.

Weitere Ausstellungen sind zum Verleih:

Übersichtsmappe zu den aktuellen Oxfam-Fotoausstellungen:

 

 

PDF-Download der Ausstellungsmappe

Video
Online action
18 Februar 2013 bis 20 März 2013
„In my Place“ ist ein einzigartiges Filmprojekt, inspiriert von Coldplay und umgesetzt vom renommierten Regisseur Mat Whitecross. Es ist allen Menschen gewidmet, die von ihrem Zuhause vertrieben wurden. Die Hauptrolle aber spielt ihr!
Coldplay-Sänger Chris Martin springt auf der Bühne vor seinen Fans in die Luft.
Coldplays Sänger Chris Martin im Bad der Menge.
18 | März | 2013

Mehr als 240 000 Unterschriften gegen Nahrungsmittelspekulation übergeben

© Mike Auerbach

Am Dienstag, den 19. März 2013, haben wir an das Bundesfinanzministerium mehr als 240.000 Unterschriften gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln übergeben. Damit fordern wir Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble auf, für strenge Regulierungen der Finanzmärkte ohne Schlupflöcher einzustehen.

30 Aktivist/innen versammelten sich vor dem Bundesfinanzministerium – genauer gesagt rund um einen Berg von prallgefüllten Getreidesäcken, auf denen zwei Finanz-Spekulanten saßen und um die unter sich befindlichen Lebensmittel zockten. Dagegen protestierten die Aktivist/innen lautstark, indem sie auf Töpfe und Pfannen schlugen.

Die Unterschriften wurden seit Frühjahr 2012 von Attac, Campact, Foodwatch, KAB, Medico international, Misereor, NGG, Oxfam, Südwind, terre des hommes, WEED und der Welthungerhilfe gesammelt.

Wir danken all denjenigen, die unseren Appell gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln unterschrieben haben.

Das haben wir gemeinsam erreicht!

Unsere Kampagne „Mit Essen spielt man nicht!“ kann bereits enorme Erfolge aufzeigen.

  • Im Laufe des letzten Jahres sind  neun europäische Banken aus der Nahrungsmittelspekulation ausgestiegen.
  • Drei Versicherungen haben öffentlich erklärt, auf Investitionen in Nahrungsmittel zu verzichten. Wir begrüßen diese Entwicklung und arbeiten weiter daran, dass noch mehr Finanzdienstleister dem guten Beispiel folgen.
  • Mithilfe der EU-Finanzmarktreform  sollen strengere Regeln gegen die exzessive Spekulation festgelegt werden. Im Finanzministerium und bei der Abstimmung im Europäischen Parlament wurden Teile von Oxfams Forderungen aufgenommen.
  • Tausende von Euch haben auf Konzerten von Coldplay, beim Tollwood-Festival in München, in einem der 43 Oxfam Shops oder über die Oxfam-Website ihren Namen unter unsere Forderungen zur Eindämmung der Nahrungsmittelspekulation gesetzt.

Unverbesserlich bleiben jedoch die Allianz und die Deutsche Bank. Trotz ihres angekratzten Images haben beide Ende Januar 2013 angekündigt, weiterhin mit Nahrungsmitteln spekulieren zu wollen.

Angesichts der Verzögerung der EU-Verhandlungen auf Ende 2013 besteht die Gefahr, dass die Finanzlobby, insbesondere Hardliner wie Allianz und Deutsche Bank, den Endspurt vor den Verhandlungen nutzen, um die Regulierung zu ihren Gunsten zu verwässern.

Fortführung der Kampagne 2013: Mit Essen spielt man immer noch nicht!

Auf Grund der starken Dynamik in Politik, Wirtschaft und Presse werden wir uns auch weiterhin für eine Regulierung der Finanzmärkte ohne Schlupflöcher für die Finanzinstitute einsetzen. Dabei werden neben der Politik vor allem auch die Allianz und die Deutsche Bank im Fokus der Kampagne stehen, damit das Geschäft mit dem Hungerendgültig gestoppt wird. Wir hoffen, auch in diesem Jahr auf Eure Unterstützung bauen zu können!

Bilder zur Aktion

Fotos von dem Stunt und der Übergabe findet Ihr in unserer Bildergalerie.

14 | September | 2012

Foodsharing Erntetour 2012

Die „Mahlzeit!“-Ausstellung. © Max Beckmann/Oxfam

Die Oxfam-Wanderausstellung zur „Mahlzeit!“-Kampagne geht Ende September 2012 mit dem „Projekt Umdenken“ auf Erntetour.

Dabei wird in vier verschiedenen Städten Essen mit Lebensmitteln zubereitet, die es wegen ihrer Form, Größe oder Beschaffenheit nicht in die Supermarktregale geschafft haben und für die Mülltonne bestimmt waren. Mit dabei ist der holländische Starkoch, politische Aktivist und Autor „Wam Kat“. Die Erntetour macht Station in Saarlouis, Homburg, Frankfurt am Main und Stuttgart.

Über 900 Millionen Menschen weltweit leiden Hunger und noch viele Millionen mehr können sich nicht gesund ernähren. Gleichzeitig werden allein in Deutschland jährlich etwa 20 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Weil sie nicht den Normen unserer Lebensmittelindustrie entsprechen und weil wir auf höchstem Niveau den Anspruch ausleben, dass Lebensmittel immer und frisch verfügbar sein müssen. Überproduktion auf der einen Seite steht dem Mangel auf der anderen Seite tragisch gegenüber.

Die Oxfam-Wanderausstellung „Mahlzeit!“ veranschaulicht die Bandbreite aktueller Ursachen von Hunger und zeigt Lösungsansätze auf, wie die globale Herausforderung einer gerechten Ressourcenverteilung angegangen werden kann.

Tourdaten

22.09. → Saarlouis │Aktionstage Lebensmittelverschwendung und bio-regional-faire Lebensmittelproduktion

23.09. → Homburg │Umwelt- und Friedenstag

28.09. → Frankfurt a. M. │Blaue Tafel

30.09. → Stuttgart │Gedenktag Schwarzer Donnerstag

Weitere Infos zum Foodsharing

Vor dem Start: Oxfam-Vortrag in Saarbrücken

Einen Tag vor dem offiziellen Start der Tour werden die Entwicklungspolitischen Bildungstage im Saarland in Saarbrücken mit einem Vortrag von Jan Urhahn eröffnet. Unter dem Titel „Geschäft(s)Essen – Ursachen von weltweiten Nahrungskrisen und mögliche Lösungsansätze?“ berichtet der Oxfam-Campaigner über aktuelle Gründe von Nahrungsmittelkrisen wie den Ausverkauf von riesigen Landflächen an internationale Investoren in armen Ländern oder die Spekulation mit Nahrungsmitteln.

In dem Vortrag werden auch Ansätze zur Überwindung der weltweiten Hungerproblematik thematisiert. Dazu zählen in erster Linie die Förderung einer kleinbäuerlich-ökologischen Landwirtschaft und die Bekämpfung des Klimawandels sowie die Anpassung an seine unvermeidbaren Folgen.

Wann: 16 Uhr, Freitag, den 21.09.2012

Wo: Evangelisches Gemeindezentrum St. Johann, Ev.-Kirch-Straße 27, 66111 Saarbrücken

03 | Juli | 2012

„Mahlzeit!“-Ausstellung tourte durch Süddeutschland

Nach einer ereignisreichen Tour durch Süddeutschland ist die „Mahlzeit!“-Outdoor- Ausstellung nun vom 28. Juni bis zum 24. Juli auf dem Tollwood-Festival in München zu sehen.

Bildergalerie: Eindrücke von der Tour der „Mahlzeit!“-Outdoor-Ausstellung durch Süddeutschland.Zwischen dem 18. und 27. Juni wurde die Ausstellung in Nürnberg, Karlsruhe, Offenburg, Augsburg und Traunstein auf zentralen Plätzen in den jeweiligen Innenstädten vorgestellt. Oxfam-Mitarbeiter/innen nutzten die Austellung, um mithilfe lokaler Partner über das Thema Welternährung zu informieren, auf die aktuellen Ursachen von Hunger und Armut aufmerksam zu machen und Ansätze aufzuzeigen, wie das weltweite Hungerproblem in den Griff zu bekommen wäre.

Bildergalerie: Tour der „Mahlzeit!“-Outdoor-Ausstellung

Außerdem sammelten sie Unterschriften für unseren Appell an Finanzminister Schäuble zur Eindämmung von Spekulation mit Nahrungsmitteln „Mit Essen spielt man nicht!“. In fast allen Städten referierten Oxfam-Expertinnen am Abend in Infoveranstaltungen über die in der Ausstellung angesprochenen Themenfelder, wie die Folgen des Klimawandels, Landgrabbing, den Zugang von armen Menschen zu Nahrungsmitteln, aber auch die positive Rolle von kleinbäuerlicher Landwirtschaft bei der Bekämpfung des Hungers.

Bis zum 25.07. ist die Ausstellung nun auf dem Tollwood-Festival im Münchener Olympiapark zu sehen.

26 | Januar | 2012

Erstpräsentation der „Mahlzeit!“-Ausstellung

Tausende Demonstranten setzen am 21. Januar 2012 ein Zeichen gegen die zu stark an den Interessen der Agrarindustrie orientierte deutsche und europäische Agrarpolitik.

© Thi Thuy-Anh Pham / Oxfam Deutschland


Der Demonstrationszug kam direkt an der „Mahlzeit!“-Ausstellung vorbei, bevor er zur Abschlusskundgebung im Regierungsviertel führte. Die großen Bild- und Texttafeln fanden die Aufmerksamkeit vieler Demonstranten und Demonstrantinnen; sie informieren anschaulich über verschiedene Ursachen und Lösungsansätze von Hungerkrisen.

© Thi Thuy-Anh Pham / Oxfam Deutschland


Trotz des widrigen Wetters kam es zu interessanten Gesprächen mit den Demonstranten, die sich in großer Zahl die Ausstellung anschauten.

© Thi Thuy-Anh Pham / Oxfam Deutschland

Mahlzeit! – Ein Planet. 9 Milliarden. Alle satt.
Im Juni 2011 startete Oxfam gemeinsam mit seinen Partnern diese globale Kampagne. „Mahlzeit!“ will einen radikalen Neuanfang. So, wie wir mit Essen, der Umwelt und dem Hunger umgehen, kann es nicht weitergehen. Wie können wir sicherstellen, dass im Jahr 2050 neun Milliarden Menschen satt werden, wenn Land und Wasser immer knapper werden und klimabedingte Wetterextreme zunehmen?

Oxfam fordert ein Regelwerk, um die Aktivitäten der Agrar- und Lebensmittelindustrie, der Energiekonzerne und der Spekulanten zu kontrollieren. Wir setzen uns ein für mehr Transparenz bei der Herstellung und dem Vertrieb von Nahrungsmitteln.

Wir brauchen einen grundlegenden Wandel, um die Welt zu ernähren und zugleich die ökologischen Grenzen unseres Planeten nicht zu überschreiten. Wir müssen uns einmischen und Einfluss darauf nehmen, wie wir mit dem Hunger in der Welt und der Umwelt umgehen, wie wir Nahrungsmittel anbauen und konsumieren, wie wir uns und unsere Familien ernähren. Wir arbeiten mit Initiativen und Netzwerken für einen bewussten und ökologisch nachhaltigen Umgang mit Nahrungsmitteln.

„Mahlzeit!“ ist eine Einladung mitzumachen.