Oxfam-Klimahelden: Aktiv für gerechte Klimapolitik
Foto: Kunst-Installation eines Klimaflüchtlingslagers in Berlin
Gerechter Klimaschutz, Frau Merkel! Überleben ist nicht verhandelbar! © Mike Auerbach/Oxfam
Foto: Übergabe eines Klima-Koffer an den Umweltminister
Oxfam und die Klimapiraten geben Minister Röttgen ihre Forderungen mit ins Gepäck nach Kopenhagen. © Mike Auerbach/Oxfam
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Oxfam-Klimahelden: Aktiv für gerechte Klimapolitik

Klimahelden

Die Oxfam-Klimahelden setzen sich für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit ein. Mit Online-Petitionen, E-Mail-Protesten und Straßenaktionen machen die Klimahelden immer wieder Druck auf Entscheidungsträger, sich für ambitionierten und gerechten Klimaschutz einzusetzen. Denn: schon jetzt leiden Millionen von Menschen in armen Ländern an den Folgen des Klimawandels wie Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen.

Um den Klimawandel noch halbwegs unter Kontrolle zu halten, müssen wir den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase drastisch verringern. Gleichzeitig müssen wir den Menschen, die schon jetzt vom Klimawandel betroffen sind, bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels helfen.

Eine Aktion der Oxfam-Klimahelden: 200 bunte, schuhkartongroße Zelte des Künstlers Herrmann Josef Hack machen vor dem Brandenburger Tor in Berlin im Oktober 2009 auf die dramatischen Folgen des Klimawandels in armen Ländern aufmerksam.

Was die Klimahelden machen

Nach dem enttäuschenden Ergebnis des Klimagipfels in Kopenhagen geht es weiter darum, ein weltweit verbindliches, ambitioniertes und gerechtes Klimaschutz-Abkommen durchzusetzen. Eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür wird sein, dass die Industrieländer sich zu ausreichend ambitionierten Klimaschutzzielen verpflichten.

2010 steht auf der internationalen Agenda aber auch die Frage, wie und in welchem Umfang die reichen Industrieländer die armen Länder bei Klimaschutz und Anpassung an die Klimafolgen unterstützen können – ein wirksames Klima-Abkommen muss klären, woher die finanziellen Mittel kommen sollen. Unser Vorschlag: eine Finanztransaktionssteuer, d.h. eine winzige „Robin-Hood-Steuer“ (auch „Steuer gegen Armut“ genannt) auf alle spekulationsrelevanten Finanzgeschäfte, wie den Handel an Börsen und mit Devisen. Sie könnte jährlich mehrere Hundert Milliarden Dollar einbringen – für Klimaschutz, aber auch für die weltweite Armutsbekämpfung.

Aber auch in Deutschland gibt es viel zu tun für die Klimahelden, denn hier sind 24 neue Kohlekraftwerke in Planung oder im Bau: Der Energiekonzern E.ON plant derzeit den Bau von drei neuen Kohlekraftwerken. Das wollen wir verhindern, denn mehr Kohlekraftwerke in Deutschland heizen den Klimawandel an und machen ambitionierten Klimaschutz letztlich unmöglich.

Die Oxfam-Klimahelden erhalten regelmäßig Informationen über konkrete Aktionen, mit denen sie unsere politische Arbeit unterstützen können. Neben den Aktionsaufrufen gibt es dazu natürlich die nötigen Hintergrundinformationen rund um Klimawandel und Klimaschutz.

Wie die Klimahelden 2009 aktiv waren

Die Oxfam-Klimahelden sind seit September 2009 aktiv – damals ging es um die letzten 100 Tage vor dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen. Über zahlreiche Online-Aktionen haben die Klimahelden Druck auf die Bundesregierung ausgeübt; aber auch auf der Straße waren die Klimahelden präsent. Höhepunkt waren die Kofferübergabe an Bundesumweltminister Röttgen, der Besuch dreier Klimazeugen aus Nigeria, Äthiopien und Thailand und das Klimaflüchtlingslager vor dem Brandenburger Tor. Nachdem der Kopenhagener Klimagipfel so wenig Ergebnisse erzielt hat, setzen wir die Kampagne fort – für ambitionierten und sozial gerechten Klimaschutz.