Supermarktinitiative
© Supermarktinitiative
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Foto: Unfairen Einkauf stoppen
Protestaktion der Supermarktinitiative gegen deutsche Supermarktketten, die ihre Lieferanten im Preis drücken und unfaire Einkaufspraktiken einsetzen. © Supermarktinitiative
Foto: Unfairen Einkauf stoppen
Foto-Stunt vor dem Hauptverband des Deutschen Einzelhandels: Die Leidtragenden der preisaggressiven Einkaufspolitik der Supermarktketten sind Arbeiter/innen in der Produktion hierzulande und in Entwicklungsländern sowie Beschäftigte im Verkauf. © Supermarktinitiative
Foto: Unfairen Einkauf stoppen
Die Supermarktinitiative präsentiert die Gesamtzahl der Unterstützer ihrer Aktion „Unfairen Einkauf Stoppen“: 7.500 Menschen fordern die Supermarktketten auf, Arbeits- und Menschenrechte in Deutschland und entlang der Lieferkette in Entwicklungsländern einzuhalten. © Supermarktinitiative
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Supermarktinitiative

Die Supermarktinitiative ist ein Zusammenschluss von 23 Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften, die sich dafür einsetzen, dass der Missbrauch der Einkaufsmacht von Supermarktketten aufgedeckt und begrenzt wird.

Die Politik muss einerseits die Konsumenten vor den negativen Auswirkungen der Supermarkt-Einkaufsmacht schützen und andererseits dafür sorgen, dass soziale und ökologische Standards in der gesamten Lieferkette, d. h. in Deutschland, innerhalb der EU und in den Produktionsländern durchgesetzt werden.

Die Supermarktinitiative in Kooperation mit dem CorA-Netzwerk fordern mit der Transparenzkampagne eine gesetzliche Offenlegungspflicht für Unternehmen.

Gruppen:

Supermarktmacht im Handel: Wer zahlt den Preis?

In Deutschland und in der Europäischen Union wird der Einzelhandel zunehmend von einer immer kleiner werdenden Anzahl von Supermarktketten dominiert. Dabei gewinnt die Frage der Einkaufsmacht immer mehr an Bedeutung. Unfaire Einkaufspraktiken gegenüber den Lieferanten bestimmen bereits heute vielfach den Einkauf der Supermarktketten. Die fünf größten Lebensmitteleinzelhändler Edeka, Rewe, Lidl, Aldi und Metro verfügen heute bereits über einen Anteil von ca. 90 Prozent am inländischen Marktvolumen. Ein Ende des Konzentrationsprozesses im Lebensmitteleinzelhandel ist noch nicht in Sicht. Dabei gilt der deutsche Markt schon jetzt als einer der härtesten Märkte der Welt, mit einem außerordentlich niedrigen Preisniveau.

Je höher der Marktanteil der verbleibenden Supermarktketten, desto mehr wird die Marktkonzentration beim Wareneinkauf verschärft und die Abhängigkeit der Lieferanten inklusive der Erzeuger vergrößert. Je größer dabei der Marktanteil, umso mehr kann auch die Einkaufsmacht gegenüber den Lieferanten ausgespielt werden. Um zusätzliche Marktanteile zu gewinnen, werden Lieferanten und Erzeuger von den Supermarktketten im Preis gedrückt und unfaire Konditionen in die Verträge diktiert.

Der Verdrängungswettbewerb und der Preiskampf werden auf dem Rücken der Arbeitnehmer/innen ausgetragen. In Deutschland verdrängen Niedriglohn- und Minijobs normale Arbeitsverhältnisse.

Der Preis- und Kostendruck der Supermarktketten wird entlang der Lieferkette von Importunternehmen und multinationalen Konzernen nach unten weitergegeben. Die Lieferanten reduzieren ihre Kosten auf dem Rücken der Arbeiter/innen, die in Entwicklungsländern die Güter produzieren. Für die Arbeitnehmer/innen bedeutet dies: mehr Überstunden und Niedrig- oder Mindestlöhne, die häufig nicht ausreichen, um grundlegende Bedürfnisse zu befriedigen.

'Bittere Bananen' oder warum wir dringend mehr Transparenz in der Lieferkette brauchen. Kurzfilm zu Arbeitsrechtsverletzungen in den Lieferketten deutscher Supermarktkonzerne. © Oxfam Deutschland