Umwelt- und Ressourcenschutz in der Provinz Süd-Kivu
Die Verbrennungsgefahr für Jung und Alt ist geringer.
Die Verbrennungsgefahr für Jung und Alt ist geringer. © Stefanie Beck/Oxfam Deutschland
Foto: Frauen suchen nach Brennholz
Die Suche nach Brennholz ist anstrengend und gefährlich. © Reinhild Schumacher/Oxfam Deutschland
Foto: Frau kochend am Energiespar-Herd
Weniger Brennholz und schnellere Garzeiten. © Reinhild Schumacher/Oxfam Deutschland
Foto: Traditionelle offene Feuerstelle und Energiespar-Herd
Traditionelle offene Feuerstelle und Energiespar-Herd. © Vera Siber/Oxfam Deutschland
Die Frauen bereiten in den Baumschulen die Vereinzelung der Baumsetzlinge vor.
Die Frauen bereiten in den Baumschulen die Vereinzelung der Baumsetzlinge vor. © UGEAFI
Die Frauenbeauftragte von UGEAFI begutachtet die Fortschritte in den Baumschulen
Die Frauenbeauftragte von UGEAFI, Mme Gudile Nasine, begutachtet regelmäßig die Fortschritte in den Baumschulen. © UGEAFI
Entwaldung und Erosion sollen auf dem Hochplateau bald der Vergangenheit angehör
Entwaldung und Erosion sollen auf dem Hochplateau bald der Vergangenheit angehören. © Stefanie Beck/Oxfam Deutschland
Projektbesprechung mit den Bewohner/innen des Hochplateaus.
Projektbesprechung mit den Bewohner/innen des Hochplateaus. © Stefanie Beck/Oxfam Deutschland
Traditionelle Wassergewinnung: verschmutzt und erosionsfördernd.
Traditionelle Wassergewinnung: verschmutzt und erosionsfördernd. © Reinhild Schumacher/Oxfam Deutschland
Eine der bereits eingefassten Quellen.
Eine der bereits eingefassten Quellen. © Reinhild Schumacher/Oxfam Deutschland
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Umwelt- und Ressourcenschutz in der Provinz Süd-Kivu

Entwicklung geschieht in kleinen Schritten, die dann gemeinsam eine immer größere Wirkung entfalten. Nachdem der Bau von Energiespar-Herden schnelle Erfolge durch Brennholzeinsparung und geringere Feinstaubbelastung der Luft erzielte, widmet sich unsere kongolesische Partnerorganisation UGEAFI nun umfassender dem Schutz natürlicher Ressourcen und der Umwelt.

Auf dem Hochplateau von Minembwe müssen Frauen und Mädchen sich täglich auf die lange und gefährliche Suche nach knappem Brennholz machen. Durch die zunehmende Abholzung kommt es zu Erosion, Abnahme der Bodenqualität, der biologischen Vielfalt und Brennstoffmangel sowie zu einem Absinken des Grundwasserspiegels. Wasserknappheit hat wiederum negative Auswirkungen auf die Bevölkerung: Das Wasserholen wird zeitaufwendiger, was das Arbeits- und Zeitpensum für Frauen weiter erhöht. Gleichzeitig gefährdet der Mangel an Trinkwasser die Gesundheit der ländlichen Bevölkerung.

Auf dem Hochplateau gibt es rund 250 Quellen, von denen nur 50 eingefasst sind. Doch unkontrollierte Wasserläufe und traditionelle Praktiken der Wassergewinnung tragen zur Erosion bei. Und der Grundwasserspiegel sinkt, wenn Quellen aufgrund von Entwaldung versiegen.

Ein integriertes Ressourcenschutzprogramm mit den Komponenten

  • Bau von 2.000 Energiespar-Herden
  • Wiederaufforstung mit 200.000 Baumsetzlingen unterschiedlicher Arten
  • Beratung und Aufklärung der Bevölkerung in Bezug auf Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen
  • Einfassung von 200 Quellen zur Trinkwassergewinnung
  • Ausbildung von Herdsetzer/innen, Brunnenbauern und Stärkung von Dorfkomitees

Diese Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Gesundheitsbedingung der Bevölkerung von Minembwe und zur Erholung der vorhandenen Ressourcen.

Oxfam Deutschland e.V. und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ fördern das Programm.

Bitte unterstützen Sie unsere Projektarbeit mit Ihrer Spende!

Gruppen:
04 | Februar | 2013

Noch mehr Energiespar-Herde

"Insgesamt 850 Energiespar-Herde haben wir 2012 hier auf dem Hochplateau gebaut", berichtet Gudile Nasine, die Frauenbeauftragte von UGEAFI.

Dieser kleine Herd hat sich zu einem richtigen Renner entwickelt. Gudile Nasine
UGEAFI

Deshalb nehmen die Herdsetzer/innen nun an Schulungen teil - sozusagen Existenzgründungskurse -, damit sie in Zukunft als selbständige Unternehmer/innen Herde auf dem Hochplateau bauen können. Kostenkalkulation und Marktanalyse - noch sind das Fremdwörter für die Herdsetzer/innen. Aber sie haben vor, 2013 1.000 Energiespar-Herde zu bauen. Ein ehrgeiziges Programm, doch die hohe Nachfrage stärkt auch die Motivation für die Schulungen.

13 | Oktober | 2011

Energiespar-Herde und Wiederaufforstung in Minembwe 2007 bis 2011

Was können Frauen tun, um auf Suche nach Feuerholz nicht ständig in Gefahr zu sein? Und woher sollen sie das Holz nehmen, wenn kaum noch Bäume stehen?

Das sind einige der Fragen, vor denen Frauen und Mädchen auf dem schwer zugänglichen Minembwe-Hochplateau Tag für Tag stehen. In der von kriegerischen Konflikten geprägten Region Süd-Kivu kommt es immer wieder zu Vergewaltigungen. Die Frauen haben Angst, sich von ihren Gehöften zu entfernen. Doch Holz ist die einzige Energiequelle  und die Wege werden wegen zunehmender Rodung immer länger.

In ihrer Not wandten sich die Frauen an Gudile Nasine, die Frauenbeauftragte von UGEAFI, unserer kongolesischer Partnerorganisation. Gemeinsam mit ihr planten sie den Bau von Energiespar-Herden. Mit Erfolg:

  • der Holzverbrauch ist stark gesunken
  • die Frauen müssen seltener auf Holzsuche gehen
  • Mädchen haben mehr Zeit für die Schule

Gleichzeitig legt UGEAFI Baumschulen an. Weniger CO2-Ausstoß dank geringerem Feuerholzbedarf sowie Wiederaufforstung leisten auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz

03 | September | 2011

Projektauswertung

© Stefanie Beck/Oxfam Deutschland

Oxfam und seine kongolesische Partnerorganisation UGEAFI wollten wissen, wie sich Energiespar-Herde auf die Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen in Minembwe konkret auswirken. Deshalb hat ein externes Gutachterteam die bislang durchgeführten drei Phasen des Projektes im Juni 2011 ausgewertet.

31 | Mai | 2011

Mai 2011

  • 3.768 Herde sind fertig gestellt
  • 390.000 Baumsetzlinge sind angepflanzt
Die Frauen auf dem Hochplateau von Minembwe wollen mehr: Sie wollen Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Damit Mädchen auf dem Hochplateau im Osten der DR Kongo Zeit sparen können, im ihren Schulabschluss zu machen, hat unsere kongolesische Partnerorganisation UGEAFI viele Ideen, z.B. der Einsatz von Energiesparherden.
In fünf Baumschulen sind fast 190.000 junge Bäume vorgezogen, die nun den Standort wechseln. Im Beisein von Gudile erhalten 1.868 Familien jeweils 100 junge Bäume. Die Pflege der neun unterschiedlichen Baumarten erlernen die Familien von den UGEAFI-Förstern.
Oxfam arbeitet in der Demokratischen Republik Kongo zu den Bereichen Umwelt- und Ressourcenschutz, Bildung sowie Existenzsicherung.
Unsere Partnerorganisation UGEAFI (Union des groupes d’études et d’actions pour le développement de Fizi-Itombwe) arbeitet in der Provinz Süd-Kivu, im Osten der Demokratischen Republik Kongo.