Pakistan: Erneute Überschwemmungen
Sanghar in der Provinz Sindh: Die Dorfbewohner/innen versuch
Sanghar in der Provinz Sindh: Die Dorfbewohner/innen versuchen ihr Hab und Gut in Sicherheit zu bringen. © Tariq Masood Malik/Oxfam
Sanghar in der Provinz Sindh: Vieh wird vor den Fluten geret
Sanghar in der Provinz Sindh: Vieh wird vor den Fluten gerettet. © Tariq Masood Malik/Oxfam
Rajanpur in der Provinz Punjab: Mehrere Familien können per Boot ge
Rajanpur in der Provinz Punjab: Mehrere Familien können per Boot gerettet werden. © Oxfam Novib
Syeda, mit ihrem Sohn Mohsin (3) auf dem Arm, zeigt den Wasserstand an ihrer kle
Syeda, mit ihrem Sohn Mohsin (3) auf dem Arm, zeigt den Wasserstand an ihrer kleinen Farm – erhöht gebaut im Rahmen von Oxfams Katastrophenvorsorge-Programms. © Jane Beesley/Oxfam
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Pakistan: Erneute Überschwemmungen

Ein Jahr nach den schwersten Überschwemmungen in der Geschichte des Landes richteten auch 2011 die starken Monsunregefälle wieder großen Schaden an. Allein in der Provinz Sindh wurden 9 Millionen Menschen von den Fluten in Mitleidenschaft gezogen, 1,5 Millionen Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Oxfam reagierte schnell auf die neue Notlage und versorgte mehrere hunderttausend Menschen mit sauberem Trinkwasser, Notunterkünften und Nahrungsmitteln.

Vor allem in der Provinz Sindh kam es in der Folge der Überschwemmungen zu schweren Zerstörungen. Die Situation der bereits 2010 betroffenen Bevölkerung hat sich dadurch abermals verschlechtert. Gerade erst wieder aufgebauten Häuser wurden erneut beschädigt oder zerstört und neu angelegte Felder überschwemmt. Durch den Verlust der Ernten verloren viele Menschen neben ihrem Hab und Gut auch ihr einziges wirtschaftliches Standbein. In der Folge sind viele Familien gezwungen, in provisorisch eingerichteten Camps Zuflucht zu suchen.

Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen konnte Oxfam in der Provinz Sindh bisher 450.000 Personen mit seinen Nothilfeaktivitäten erreichen. Menschen in den betroffenen Regionen werden mit sauberem Trinkwasser versorgt, bekommen Material zum Bau von Notunterkünften und werden im Bereich der Ernährungssicherung unterstützt. Um den Ausbruch von Krankheiten aufgrund der schlechten hygienischen Bedingungen zu verhindern, errichtet Oxfam Latrinen und führt Aufklärungskampagnen durch.

In der Provinz Punjab unterstützt Oxfam weiterhin Familien beim Wiederaufbau ihrer Häuser. Nach der Flutkatastrophe 2010 hat Oxfam, unterstützt durch das Auswärtige Amt, in den Distrikten  Rajanpur, Muzaffargarh und Layyah bereits Baumaterial für die behelfsmäßige Reparatur von knapp 3000 beschädigten Häusern zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig wurden Moskitonetzte verteilt, so dass sich die Bewohner der überschwemmten Gebiete wirksam vor Malariainfektionen schützen konnten. Aufgrund des großen Bedarfs wurden die Aktivitäten ausgeweitet. So werden zwischen Dezember 2011 und Februar 2012 300 weitere Familien in ihre reparierten Häuser zurückkehren können.

Sechs Monate nach der Flut, die mehr als 1.750 Menschen in den Tod gerissen hat und circa 20 Millionen Menschen vor dem Nichts zurücklässt, konnte Oxfam in Zusammenarbeit mit seinen lokalen Partnern die Not von bis zu 2 Millionen Menschen lindern.