Sambia: Dürre und Flut entgegen wirken
Hochwasser des Flusses Sambesi
"Land unter" – der Fluss Sambesi tritt jährlich über die Ufer. © Christel Kästner, Oxfam Deutschland
Simbuwa Mubita vor seinen Maispflanzen
Endlich wächst es: Simbuwa Mubita ist stolz auf seine Maispflanzen. © Oxfam GB
Verkauf von Tomaten und Wassermelonen auf einem Markt
Gute Ernten und Vermarktung sichern die Existenz. © Oxfam GB
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Sambia: Dürre und Flut entgegen wirken

Trockenheit und Hochwasser im Wechsel stellen die Bewohner/innen Sambias jedes Jahr vor große Herausforderungen. Gezielte Vorsorge kann Leben retten!

Der Fluss Sambesi tritt jährlich über die Ufer, reißt Anpflanzungen, Vieh und Wohnhütten mit sich. Die Menschen stehen vor dem Nichts. Gleichzeitig sind die Regenfälle so unkalkulierbar und unzureichend geworden, dass Missernten und Hunger die Folge sind.

Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen und der lokalen Bevölkerung in zwei Provinzen Sambias wirken wir den Katastrophen entgegen, zum Beispiel durch

  • Frühwarnsysteme: entwickelt aus lokalem Know-how und wissenschaftlichen Erkenntnissen
  • Gestärkte Widerstandskraft: angepasste Landwirtschaft durch Dürre-resistentes Saatgut und neue Kulturen
  • Wiederaufbau von Existenzgrundlagen: Unterstützung bei Viehzucht und Fischfang
  • Bewässerungssysteme gegen ausbleibende Regenzeit
  • Verbesserung von Katastrophenvorsorge und -management auf lokaler und nationaler Ebene.

Frau Kamungwa (rechts) verkauft ihre Ware auf dem Markt in Kama © Oxfam Deutschland

Tomaten in Sindui

Auf dem Markt im Dorf Sindui, einer Ortschaft in Kama in Sambias West-Provinz leuchten Frau Kamungwas Tomaten schon von Weitem rot. Gemeinsam mit lokalen Partnern hat Oxfam die Bevölkerung ermutigt, auch höher gelegene Felder zu bewirtschaften, die weniger von den Überschwemmungen betroffen sind. Verbessertes Saatgut wurde verteilt, das Früchte bringt, bevor die Flüsse über die Ufer treten. > Erfahrungsbericht


Frau Mukela rettet ein paar Erdnüsse auf ihrem überschwemmten Feld © Oxfam Deutschland

Mais und Erdnüsse in Munyenu

Wenn der große Regen kommt im Dorf Munyenu muss Frau Mukela um ihre Ernte fürchten. Bei normalen Regenfällen erntet sie säckeweise Erdnüsse – nimmt der Regen überhand, überschwemmt er alle Felder. Missernten sind die Folge. Oxfam informiert gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort die Familien über den sicheren Anbau von Getreide und Feldfrüchten. In Munyenu lernen die Menschen so, mit den Auswirkungen des Klimawandels zu leben. > Erfahrungsbericht

Bananenernte © Oxfam GB

Bananen in Namwala

Die mehrjährige Bananenstaude wächst gut in Namwala in der Südprovinz Sambias. Sie passt sich an das vorherrschende Klima und die Bodenverhältnisse an. Mit der Unterstützung Oxfams legten die Menschen bereits drei Bananenplantagen im Dorf Namwala an. Die vitaminreichen Bananen sind für die Menschen eine wichtige Nahrungsgrundlage. Überschüsse verkaufen sie auf dem örtlichen Markt.

20 erfahrene Kleinbauern absolvieren nun Fortbildungen zum richtigen Anbau von Bananen und qualifizieren sich als Ausbilder für 310 Kleinbauern, davon 165 Bäuerinnen, die sie anschließend anleiten. In diesen Workshops lernen die Menschen vor allem, wie sie ihren Ackerboden besser nutzbar und ihre Ernteerträge haltbar machen.

Fischfang in Sambia © Oxfam GB

Viehzucht und Fischerei im Südwesten Sambias

Der Fluss Sambesi durchquert den Distrikt Kazungula im Südwesten Sambias. In Kazungula gehören Viehzucht und Fischerei zu den wichtigsten Einkommensquellen für das tägliche Überleben. Hier nahmen Bauern und Bäuerinnen sowie Fischer aus vier Gemeinden an Workshops und Beratungen teil. Sie lernten, wie wichtig ein gesunder Viehbestand ist, und welch schädliche Auswirkungen Überfischung für ihren Fluss hat. Zum Beispiel erhielten die Fischer verbesserte Netze, die nachwachsende Fischbestände schonen.

Da dieses Projekt in Kazungula so erfolgreich war, berät Oxfam nun auch die Menschen in den beiden Distrikten Namwala und Mongu zu ihren Fischereimethoden, dem ökologischen Gleichgewicht und dem Schutz der örtlichen Gewässer.