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Sierra Leone: Frauen ergreifen die Initiative
In Sierra Leone diskutieren Frauen und Männer miteinander ihre Rollen und das Verhältnis zwischen den Geschlechtern. Die Rechte von Frauen auf Bildung und Mitsprache zu stärken: das ist die Aufgabe.
Nach dem langen Bürgerkrieg findet Sierra Leone seit 2002 allmählich zum Frieden. Doch die Menschen kehren nur langsam in den Alltag zurück.
Die Gebiete rund um Kono, Kailahun und Koinadugu sind besonders schlimm von den Folgen des Krieges betroffen. Auch Schulen blieben nicht verschont: circa ein Drittel der schulischen Infrastruktur wurde zerstört.
Das Recht auf Bildung ist laut Verfassung Frauen ebenso wie Männern garantiert. Aber in der Praxis sieht es anders aus. Die Analphabetenrate liegt bei Erwachsenen ab 15 Jahren über 65%. Nur ein Viertel der Frauen können lesen und schreiben. Für Männer ist die Wahrscheinlichkeit, weiterführende Schulen besuchen zu dürfen, doppelt so hoch wie für Frauen.
Gemeinsam mit der Bevölkerung und den lokalen Partnern will Oxfam die Rechte von Frauen stärken. Dafür greifen verschiedene Maßnahmen ineinander:
- Dialog zwischen Frauen und Männern über die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben
- Informationsveranstaltungen über Frauenrechte
- Dokumentation von Rechtsverletzungen und Weiterleitung an verantwortliche Behörden
- Stärkung und Vernetzung regionaler Frauennetzwerke
- Durchsetzung von Frauenrechten auf nationaler Ebene durch die Netzwerke
- Verbesserter Zugang zu Bildung für Frauen
- Stärkung der Führungsinitiative von Frauen
Frauen verschaffen sich Gehör und erweitern ihren Handlungsspielraum – in Sierra Leone ergreifen sie die Initiative.
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