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DR Kongo: Ein Herd schafft Sicherheit für Familien
Sechs Mal pro Woche gehen Mädchen und Frauen auf dem Minembwe-Hochplateau im Osten der Demokratischen Republik Kongo auf die lange, anstrengende Suche nach Feuerholz. Ihre schwere Last tragen die Frauen viele Kilometer weit auf dem Kopf nach Hause. Diese Arbeit bedeutet große körperliche Strapazen.
Schlimmer noch: Wenn Mädchen und Frauen die sichere Umgebung ihrer Gehöfte verlassen müssen, sind sie in Gefahr, überfallen und vergewaltigt zu werden.
Unser Partner vor Ort, UGEAFI, hat hier eine einfache und praktische Lösung entwickelt. Im Mittelpunkt steht ein Energiespar-Herd. Dieser ist aus Ziegelsteinen gemauert und mit Schamott ausgekleidet und ersetzt die sonst üblichen offenen Feuerstellen. Durch die geschlossene Bauweise wird deutlich weniger Holz zum Kochen benötigt. Nun müssen die Frauen nur noch zwei, maximal drei Mal pro Woche auf die gefährliche Holzsuche gehen.
Um Frauen diese langen Wege fernab der Wohngebiete in Zukunft ganz zu ersparen, bekommt jede Familie, die einen neuen Herd erhält, außerdem jeweils 100 Baumsetzlinge, die sie in der Nähe ihres Hofes anpflanzt. So entsteht mit der Zeit ein eigener kleiner Nutzwald, der Feuerholz liefern kann. Zusammen geben Wiederaufforstung und Energiespar-Herde den angeschlagenen Baumbeständen eine Chance, sich dauerhaft zu erholen.
Seit 2007 hat UGEAFI fast 3.700 Herde gebaut und knapp 400.000 Baumsetzlinge gezogen. Dafür werden Frauen und Männer aus der Region zu Fachkräften beim Herdbau und in den Baumschulen ausgebildet. 76 Arbeitsplätze sind inzwischen entstanden. Das Material für die Herde liefern die Familien, wo sie es können, selbst – beispielsweise stellen sie Ziegel für den äußeren Mantel her.
Damit noch mehr Mädchen und Frauen Sicherheit in ihr Leben bringen können, möchte UGEAFI mit Oxfams Hilfe dieses wichtige Projekt auf die benachbarte Region um Bibokoboko ausweiten. Wir freuen uns sehr, wenn wir dabei auf Ihre Unterstützung zählen können:
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