Auf der Rennbahn: Oxfam on tour beim Lollapalooza-Festival in Berlin-Hoppegarten

Oxfams Konzert-Aktivist/innen rocken das Lollapalooza
Mittlerweile eröffnete das Lollapalloza-Festival zum dritten Mal seine Tore. Die musikbegeisterten Besucher/innen durften am zweiten Septemberwochenende nicht nur musikalische Größen hautnah erleben – Im Grünen Kiez hatten sie zudem die Möglichkeit, viele Organisationen und Initiativen kennenzulernen. Auch Oxfam war mit einem tollen Team aus ehrenamtlichen Konzert-Aktivist/innen dabei. Franziska Hartmann, Campaignerin Oxfam on tour, berichtet.
Von Franziska Hartmann

Am zweiten Septemberwochenende war es zum mittlerweile dritten Mal so weit: Das Lollapalooza-Festival öffnete seine Tore für Tausende musikbegeisterte Besucher/innen und entfaltete eine ganz besondere Atmosphäre. Die Veranstalter setzten erneut auf große Namen im Line-up, und im Grünen Kiez konnten die Festivalbesucher/innen viele Organisationen und Initiativen kennenlernen, die nachhaltige Ideen vorstellten und zu sozialem Engagement einluden.

Mit einem super Festival kann man die Welt nicht retten, aber versuchen, sie ein Stück besser zu machen.
Sebastian, jahrelanger Konzert-Aktivist bei Oxfam on tour

Oxfam on tour war hier also genau richtig und das Lollapalooza der krönende Abschluss unserer Festivalsaison 2017. Wie bereits bei der Tournee der Beginner Anfang des Jahres, den Konzerten der Toten Hosen sowie den Festivals Splash! und Melt! im Sommer haben wir auch auf der Trabrennbahn Hoppegarten Unterschriften für Oxfams Aktion „Steuervermeidung von Konzernen stoppen!“ gesammelt und damit den Endspurt unserer diesjährigen Hauptkampagne für mehr Steuergerechtigkeit eingeläutet.

Crew love is true love

Wie immer war unser Team von freiwilligen Konzert-Aktivist/innen das Herzstück unseres Auftritts: Mit einer bunten und hochmotivierten Truppe aus zehn Ehrenamtlichen – teils zum ersten Mal dabei, teils schon mit jahrelanger Erfahrung – und einem liebevoll geschmückten Info-Stand waren wir über zwei Tage voll im Einsatz.

Das persönliche Engagement forderte heraus – und kam an. Mehr als 4.000 Gespräche und rund 2.500 Unterschriften für mehr Steuergerechtigkeit waren das Ergebnis. Ein großartiger Erfolg!

Wir sind über die Tage ein richtiges Team geworden und haben die Besucher/innen gemeinsam davon überzeugt, dass gute Laune und politisches Engagement zusammengehören können.
Konzert-Aktivistin Ann-Kathrin

Musik und politisches Engagement – eine starke Kombination

Auftritte von Bands wie den Foo Fighters, unseren Freunden von den Beatsteaks und The XX, deren Sänger und Bassist Oliver Sim die Fans zur Stärkung der Demokratie aufforderte, trugen zu einer außergewöhnlichen Stimmung bei und setzten viel positive Energie frei. 

Die Festivalgemeinde war auch in diesem Jahr durchweg gut gelaunt und der Andrang am Oxfam-Stand riesig. Viele der Besucher/innen kannten uns bereits aus den vergangenen Jahren, informierten sich über die Erfolge früherer Kampagnen oder meldeten sich direkt für kommende Aktionen an. Nicht selten schmückte sogar noch unser Festivalbändchen aus dem letzten Jahr das Handgelenk des einen oder anderen Gastes.

Ein Besuch am Oxfam-Stand gehört für mich beim Lollapalooza mit dazu. Ich komme jedes Jahr an euren Stand – nicht nur weil es die Schminkstation gibt, sondern weil eure Aktionen immer sehr interessant sind.
Festivalbesucherin Josefine

Auftrag erfüllt: Starkes Zeichen für mehr Steuergerechtigkeit!

Die Unterschriften, die wir während des Festivals gesammelt haben, landeten gleich ein paar Tage später bei den Generalsekretären von CDU und SPD – vom Lollapalooza in den Bundestag! Im jetzt zu Ende gehenden Kampagnenjahr haben 63.000 Menschen unsere Forderung nach einer fairen Besteuerung von Großkonzernen unterzeichnet. Die Übergabe war ein wichtiges Signal an die Bundesregierung, besonders mit Blick auf die Bundestagswahl und die folgenden Koalitionsverhandlungen.

Auch Lust, für Oxfam auf Festivals und Konzerten aktiv zu werden?

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Einen Austausch mit uns und den Konzertaktivist/innen gibt es außerdem in unserer Facebook-Gruppe.

Autorinnen: Franziska Hartmann und Sabine Gernemann

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Steuervermeidung von Unternehmen

Die weltweite soziale Ungleichheit hat einen neuen Höchststand erreicht: Ein Prozent der Weltbevölkerung hat mehr Vermögen als der Rest der Welt zusammen; nur 8 Menschen besitzen genauso viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Ein Grund ist die Steuervermeidung von Unternehmen und reichen Einzelpersonen durch ein System von Steueroasen, das vor allem den Reichen zugutekommt und die Kluft zwischen Arm und Reich vertieft.

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