Update COP 18: Vierter Tag der Klimakonferenz – was ist passiert?

Heute ist Donnerstag. Nach drei vollen Tagen Klimakonferenz sollte man meinen, dass es so langsam Neuigkeiten zu berichten gäbe. Von offizieller Seite gibt es kaum Neues. Klar: Viel geschieht natürlich auch hinter den Kulissen, was man als normaler Weltbürger nicht mitbekommt. Unsere Oxfam Kollegen vor Ort, fassen die Entwicklung der letzten Tage so zusammen:

Kyoto-Strang:

Kanada, Neuseeland, Japan und die USA sowieso, werden bei der zweiten Verpflichtungsperiode nicht dabei sein. Das war vor der Konferenz schon klar. Australien hatte kurz vor der Konferenz angekündigt, bei der zweiten Runde dabei zu sein. Am ersten Tag der Verhandlungen hat Australien 5% Emissionsreduktionen in Bezug auf das Jahr 2000 vorgeschlagen. Dies ist extrem wenig. Insbesondere die Allianz kleiner Inselstaaten, die akut vom Untergang bedroht sind, fordert hier die Klimaschutz-Ziele extrem zu verschärfen.

Klimaschutz bis 2020:

Um das 2 Grad Ziel noch zu erreichen brauchen wir mehr Klimaschutz – und zwar schon vor 2020. Die bisherigen Zusagen führen in eine Welt mit einer Erderwärmung um 4 Grad. Die verheerenden Folgen, die dann zu erwarten wären, hat die Weltbank in einer Studie kurz vor der Klimakonferenz dargestellt. Viele fordern deshalb Zusagen über Emissionsreduktionen von den Ländern, die sich bisher noch nicht geäußert haben. Insbesondere von den ölfördernden, reichen arabischen Staaten und nicht zuletzt vom Gastgeber Katar, werden Zusagen erwartet. Positive Signale gibt es bereits. Es wird Zeit für feste Zusagen!

Klimaschutz ab 2020 – ein neues Abkommen:

Die Verhandlungen unter diesem Strang beginnen gerade und die meisten Staaten arbeiten daraufhin, dass es bis zum Ende der Klimakonferenz einen klaren Arbeitsplan gibt. Zielvorgabe ist, dass bis 2015 ein Abkommen steht, bei dem sich alle Länder zu verbindlichen Klimaschutzzielen verpflichten.

Wir werden euch weiter auf dem Laufenden halten.

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