Die Anzeichen sind deutlich. Dürren in Ostafrika, Überschwemmungen in Pakistan und China oder Waldbrände in Russland zeigen: Der Klimawandel ist bereits Realität. Vor allem Menschen in armen Ländern bekommen das zu spüren. Dabei sind sie diejenigen, die am allerwenigsten zum Klimawandel beitragen. Gleichzeitig spucken die Industrieländer mehr Treibhausgase aus als je zuvor.

Zum 17. Mal beraten ab heute daher Delegierte, Expertinnen und Experten, Funktionäre und natürlich Staats- und Regierungschefs aus über 190 Staaten bei der UN-Klimakonferenz in Durban, Südafrika über die Bekämpfung des Klimawandels und seiner Folgen. Nach den eher ernüchternden Ergebnissen von Kopenhagen 2009 und dem etwas ermutigenderen Resultat von Cancún im letzten Jahr müssen bei der COP17 (Conference of the Parties) in diesem Jahr echte Fortschritte her.

Raus aus der Klima-Sackgasse

Um endlich aus der Klima-Sackgasse herauszukommen müssen in Durban drei zentrale Punkte erfüllt werden: Eine zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls, ambitioniertere Klimaschutzmaßnahmen und die finanzielle Unterstützung der Entwicklungsländer beim Klimaschutz.

Das wird jedoch einiges an Überzeugungskraft erfordern, denn wichtige Länder wie China und die USA nehmen den Fuß nicht von der Bremse. Der Gipfel findet daher nicht unbeobachtet statt. Ganz im Gegenteil: Mit einer ganzen Reihe von Aktionen werden Aktivist/innen aus aller Welt die Teilnehmer/innen auffordern, endlich wirksame Maßnahmen zu beschließen.

Mit einem Fotostunt (Bild oben) verdeutlichte Oxfam gleich zu Beginn, welche Auswirkungen extreme klimatische Bedingungen auf das weltweite Ernährungssystem haben. Zudem ist seit mehreren Wochen die Caravan of Hope durch zehn afrikanische Länder unterwegs. Auf ihrem Weg von Burundi nach Südafrika verbreitet sie ihre Forderung nach Klimagerechtigkeit. Mit dem Unterzeichnen der Petition kann man diesen Appell unterstützen.

Bis zum 9. Dezember gilt es, dranzubleiben, denn bis dahin dauern die Klimaverhandlungen. Eine ziemlich lange Zeit für einen Gipfel. Hoffen wir also auf ein gutes Gesprächsklima – für ein gutes Klima.

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