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Foto: Qualmender Schornstein
Jan Kowalzig | 30. Juli 2012

Wieder mal das Argument „Generalangriff auf den Industriestandort Deutschland“

Man kann eigentlich nicht in Urlaub fahren. Weil es Politiker gibt, die das Sommerloch dazu nutzen, ihre klimapolitisch für uns eher schwierigen Ansichten in den Medien zu verbreiten. Zum Beispiel Joachim Pfeiffer, der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Der versuchte jetzt, die Pläne der Europäischen Kommission zur Reparatur des dahindümpelnden Emissionshandels schlechtzureden. Mit dem unrichtigen Argument, die Pläne würden die deutsche Industrie, unseren Wohlstand und die soziale Sicherheit in Deutschland bedrohen. Man muss sich damit leider beschäftigen, weil einige Medien das Sommerloch ebenfalls spüren (oder weil sie der Euro-Krise überdrüssig sind; oder weil Olympia nicht zieht; oder alles zusammen) und also solche Attacken gerne und unkritisch aufnehmen – im Handelsblatt wird Herr Pfeiffer zitiert, die Pläne kämen einem „Generalangriff auf den Industriestandort“ gleich.
Fragment der Berliner Mauer inmitten der UN-Baustelle. © Robert Lindner
Robert Lindner | 23. Juli 2012

„Reißt die Mauer nieder!“ UN-Gespräche zu Waffenhandelskontrolle vor der Entscheidung

Die letzte Verhandlungswoche hat begonnen, doch immer noch liegt kein Entwurf für das Abschlussdokument vor. Spätestens am Dienstagabend sollte der vorläufige Text stehen, damit am Freitag tatsächlich über das Waffenhandelsabkommen abgestimmt werden kann – in der Zwischenzeit muss der Entwurf noch von den Regierungsexperten in den Hauptstädten geprüft werden. Die verbleibende Frist, in der die Blockadehaltung der ATT-Gegner überwunden werden kann, ist also äußerst knapp.
Control Arms Banner vor dem UN-Gebäude. Copyright: Control Arms
Robert Lindner | 18. Juli 2012

Das UN-Leben ist eine Baustelle

New York, 16. Juli 2012. Montagmorgen – überall in New York stockt der Verkehr und mein gelbes Taxi steht im Stau. Gerade habe ich mir einen Stempel, der mir Zugang zum UN-Gebäude verschafft, in einem der Ämtergebäude in Manhattan abgeholt. Jetzt muss ich damit zum UN-Ausweisbüro gegenüber dem berühmten Hochhaus am East River, rund zehn Blocks entfernt.
Keine Grenzen: Es ist einfacher mit Waffen zu handeln, als mit Bananen.
Judith Orland | 13. Juli 2012

Auf dem Weg zu einem kugelsicheren Waffenhandelsabkommen (Interview)

Die Verhandlungen über ein rechtlich verbindliches, internationales Waffenhandelsabkommen, das sogenannte Arms Trade Treaty, kurz ATT, laufen bereits seit dem 2. Juli in den Vereinten Nationen in New York. Bis Ende des Monats soll ein Vertragsentwurf vorliegen. Zum Auftakt der Verhandlungen erinnerte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Regierungsvertreter/innen noch einmal eindringlich daran: 'Together, we must act. The world is over-armed and peace is under-funded'. Oxfam als Gründungsmitglied der Kampagne Control Arms ist bei den Verhandlungen dabei und setzt sich für ein starkes und striktes Waffenhandelsabkommen ein. Unser Referent Robert Lindner reist am Sonntag nach New York, um die Kollegen/innen von Control Arms zu unterstützen. Vor seiner Abfahrt habe ich ihm ein paar Fragen gestellt.
Max Beckmann | 25. Juni 2012

Interesse, Empörung, Winkelagenten

Vor genau 10 Wochen haben wir unseren Appell an Bundesfinanzminister Schäuble zur Eindämmung von Nahrungsmittelspekulation gestartet. Aktuell freuen wir uns über 13.488 Unterstützerinnen und Unterstützer – Tendenz: steigend. Was die bloße Zahl aber verschweigt, ist die hohe Anzahl jener, welche von der Möglichkeit des Kommentarfeldes im Unterschriften-Formular Gebrauch machen. Grund genug also, hier mal eine (leider nur sehr kleine) Auswahl aus den bisher über 500 spannenden Kommentaren zu zeigen.
Robert Dürhager | 15. Juni 2012

Ethik in der Kampagnenarbeit: Eine Sammlung von Fragen

Kampagnen klären auf, mobilisieren und machen Druck auf Entscheidungsträger. Um viele Unterstützer finden zu können, muss die Botschaft der Kampagne leicht verständlich und die Kommunikation mitreißend sein. Doch wie weit darf man komplexe Zusammenhänge vereinfachen, um sie verständlich zu machen? Wie viel Leid und Unglück darf man zeigen, um für Emotionen zu sorgen? Diese Sammlung von Fragen soll Campaigner/innen dabei helfen, sich moralisch nicht die Finger zu verbrennen.
Klima-Lügendetektor
Jan Kowalzig | 01. Juni 2012

Klima-Lügendetektor: Fünf Millionen fehlende Fluggäste?

Wie konnte mir der Klima-Lügendetektor bisher nur entgehen? Eigentlich bin ich doch regelmäßiger Besucher der Klima-Onlinezeitung klimaretter.info, die auch den Lügendetektor betreibt. Der schreibt jetzt über die fadenscheinige Kampagne der Fluggesellschaften gegen die Luftverkehrsteuer.

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