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  • 08. September 2014

Landraub in Paraguay

Viele Menschen in Paraguay haben ihr Land an einen Großkonzern verloren, der die Ackerfläche als Anbaufläche für Soja nutzt. Jetzt kämpfen sie für ihr Recht.

Soja wird nach Europa und China exportiert, um es dort zu Biokraftstoff, Tierfutter oder Lebensmitteln weiterzuverarbeiten – so lassen sich große Profite erzielen. Die betroffenen Gemeinschaften haben gemeinsam mit Articulación Curuguaty (einem Zusammenschluss mehrerer zivilgesellschaftlicher Organisationen) und Oxfam eine Kampagne ins Leben gerufen, um junge Menschen und Bauernfamilien von Curuguaty zu unterstützen, ihr verlorenes Land wiederzubekommen.

Mit der Aktion wenden wir uns direkt an den Präsidenten von Paraguay, Horacio Cartes. Wir fordern von ihm, sich für die jungen Bäuerinnen und Bauern einzusetzen und ihr Recht auf Land anzuerkennen. Denn nur so kann den 260 jungen Menschen Gerechtigkeit widerfahren und eine Grundlage für ihre langfristige Existenzsicherung gegeben werden. Im November 2014 wird es eine Gerichtsanhörung zu dem Fall geben.