Protestaktion vor der Frankfurter Börse: Spekulation mit Nahrungsmitteln stoppen!

Maiskolben, Kartoffeln und Äpfel fliegen vor der Frankfurter Börse durch die Luft. Drei Jongleure halten sie in Bewegung. Als Zirkusdirektor gibt Finanzminister Schäuble im EssensZirkus den Ton an: Mit einer Peitsche treibt er die Artisten an und lässt sie munter weiter an der Börse mit Essen jonglieren – ohne Rücksicht auf hungernde Menschen, die sich diese Nahrungsmittel wegen der Preissteigerungen nicht mehr leisten können.

Es ist natürlich nur ein Theaterspiel, mit dem am 13. Oktober 2011 die Organisationen Attac, Oxfam und WEED gegen exzessive Spekulation mit Nahrungsmitteln demonstrierten. Doch die Hintergründe sind real, und Finanzminister Schäuble könnte mithelfen, dem verantwortungslosen Treiben ein Ende zu setzen.

Beim kommenden G20-Finanzministertreffen am 14. und 15. Oktober 2011 in Paris wird unter anderem über Spekulation an Warenbörsen, an denen mit Nahrungsmitteln gehandelt wird, beraten. Deutschland blockiert bisher die notwendige Regulierung der Warenterminmärkte. Mit der Protestaktion fordern wir die Bundesregierung auf, ihre Blockadehaltung aufzugeben. Es muss bei dem G20-Finanzministertreffen sichergestellt werden, dass die preistreibende Spekulation mit Nahrungsmitteln verboten wird. Mit Essen spielt man nicht!