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  • 01. August 2013

Ein Tag im Leben der Familie Calilombre aus Malawi

Die Calilombres haben es geschafft! Wie viele Landwirte in Malawi hatten sie vor 15 Jahren noch Probleme, mit ihrer Ernte sich und ihre sechs Söhne zu ernähren. Durch neue Anbaumethoden und die Ausrichtung auf neue Getreidesorten, sind die Ernten nun sicherer und durch den Verkauf von Saatgut können sie sich nun auch das Schulgeld und Nutztiere leisten.

Malawi ist eines der ärmsten Länder der Welt und hatte in den letzten Jahren mit schwierigen politischen Verhältnissen, hoher Inflation und Dürren zu kämpfen. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen hat es die Familie Calilombre geschafft, einen großen Sprung nach vorne zu machen.

Die Erfolgsgeschichte der Familie begann, als Stapher und Jimmy Calilombre 2001 mit der Blantyre Synod Health and Development Commission (BSHDC), einer lokalen Partnerorganisation von Oxfam, in Kontakt kamen. Bis dahin war die Landwirtschaft der Calilombres stark auf den Anbau von Mais ausgerichtet und reichte so in guten Jahren gerade mal zur Subsistenz. BSHDC machte die Familie mit anderen Getreidesorten und Hülsenfrüchten bekannt und drei Jahre später folgte mit einem Saatgutprojekt der Durchbruch.

Seitdem konnten die Calilombres Überschüsse erzielen und diese als Saatgut auf Märkten weiterverkaufen. Die Einnahmen ermöglichten es ihnen in den folgenden Jahren alle sechs Söhne auf eine weiterführende Schule zu schicken und ihr Haus zu bauen.

Pionierin im Maniok-Anbau

Da der traditionell angebaute Mais sehr anfällig für Dürren ist, unterstützt Oxfam die Verbreitung von Maniok. Maniok ist weniger empfindlich und mit ihren sehr stärkehaltigen Wurzelknollen eine nahrhafte Alternative zu Mais. Hält man sich bei Maniok jedoch nicht streng an die Pflanzregeln, wird die Ernte zum Totalausfall. Stapher Calilombre ist stolz, als erfolgreiche Pionierin auf dem Gebiet des Maniok-Anbaus mittlerweile eigene Schulungen zu geben: „Die Leute haben gesehen, wie sehr wir von Maniok profitieren. Jetzt können sie das auch.“

Während die Calilombres mit der Anschaffung eines Ochsenkarrens schon ihr nächstes persönliches Ziel vor Augen haben, engagieren sie sich auch für ihre Dorfmitbewohner. Jimmy kümmert sich als Vorsitzender des Schulrats um Bücher und Tische, während Stapher Calilombre sich in der Küche einer Einrichtung für Vorschulkinder engagiert. Stapher Caliombre: „Es gibt sicherlich noch andere, die Hilfe brauchen. Oxfam und seine Partner sollten sie nicht vergessen.“