Einladung zur Podiumsdiskussion in Berlin am 03.03.09, 19 Uhr

Parlamentarier aus Kenia und Sambia diskutieren mit einem Vertreter des Landwirtschaftsministeriums über Freihandelsabkommen

am Dienstag, den 3. März 2009, um 19 Uhr NABU-Bundesgeschäftsstelle (großer Besprechungsraum) Charitéstr. 3, 10117 Berlin

Die EU drängt die afrikanischen Länder mit Freihandelsabkommen (Economic Partnership Agreements = EPAs) zu weitreichenden Marktöffnungen. „Die EU will, dass die afrikanischen Länder einen Großteil ihrer Zölle auf EU-Importe abschaffen, was zu einem erheblichen Rückgang der Staatseinnahmen führen würde", erklärt David Hachfeld, Handelsexperte bei Oxfam Deutschland. Zudem könnten die einheimischen Agrar-Erzeugnisse mit den subventionierten europäischen Importen nicht konkurrieren.

Seit Anfang 2009 subventioniert die EU auch erneut der Export von Milchprodukten, um die europäische Milchwirtschaft zu unterstützen. „Die europäische Dumping-Milch gefährdet die Lebensgrundlage der afrikanischen Bauern", sagt Tobias Reichert, Agrarexperte bei Germanwatch.

Drei Parlamentarier und Bauernvertreter aus Afrika und ein Vertreter des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) diskutieren, wie sich die Freihandelsabkommen auf die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Afrikas auswirken:

Dr. Hanns-Christoph Eiden, BMELV (angefragt)
Given Lubinda, Vorsitzender des Wirtschafts- und Finanzausschusses des Sambischen Parlaments
Mary Sakala, Milchbäuerin aus Sambia und Vorsitzende des ostafrikanischen Bauernnetzwerks ESAFF
Ruthpearl Wanjiru Ngángá von der Agentur für Entwicklungszusammenarbeit und -forschung (ACORD Kenia)
Moderation: Tobias Reichert, Germanwatch

Die Veranstaltung wird gemeinsam von Oxfam Deutschland, Germanwatch, der Kirchlichen Arbeitsstelle Südafrika, der Koordination Südliches Afrika, terre des hommes, FIAN und dem Evangelischen Entwicklungsdienst organisiert. Sie ist Teil einer zehntägigen Delegationsreise, in deren Rahmen afrikanische Parlamentarier und Bauernvertreter mit Entscheidungsträgern in fünf europäischen Ländern zusammenkommen.