Auf zur Schule!

Mädchen in Afghanistan fordern ihr Recht auf Bildung ein

Liebe Leserin, lieber Leser,

in diesen Tagen haben wir die entsetzliche Dreifach-Katastrophe in Japan vor Augen. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Familien der Getöteten und Vermissten, den Überlebenden des Tsunami und den Millionen Menschen, die seitdem in Angst und Schrecken leben. Staat und Gesellschaft in Japan stehen vor der größten Herausforderung seit dem 2. Weltkrieg. Das reiche Land, drittstärkste Wirtschaftsmacht der Welt, wird alle verfügbaren Ressourcen mobilisieren, um diese Herausforderung zu bestehen. Inzwischen muss Oxfams Arbeit in aller Welt weiter gehen – überall, wo Menschen Unterstützung brauchen, um sich aus der Armut zu befreien und Katastrophen zu überstehen.

Die Krisen, mit denen Menschen in armen Ländern konfrontiert werden, sind vielfältig. So bleibt für viele Kinder der Schulbesuch ein ferner Traum. In Afghanistan gilt dies besonders für die Mädchen, da sie immer noch stark benachteiligt sind. Doch viele lassen sich davon nicht entmutigen und kämpfen für ihr Recht auf Bildung. Was sie sich erhoffen und welche Hemmnisse sie dafür überwinden müssen, darüber berichtet eine neue Oxfam-Studie. Außerdem kommen in einem Video und einer Fotoreportage Schülerinnen, ihre Eltern und Lehrerinnen selbst zu Wort. Ich lade Sie herzlich zu dieser "Nahaufnahme" ein.

Mit besten Grüßen,
Ihr Paul Bendix
Geschäftsführer, Oxfam Deutschland e.V.
Afghanistan:
Keine Zukunft ohne Bildung

Es ist fast ein Wunder: Trotz Armut und Kriegsfolgen können in Afghanistan heute rund zwei Millionen Mädchen zur Schule gehen. Doch diese Erfolgsgeschichte könnte ein jähes Ende finden.

Oxfam hat, gemeinsam mit 16 anderen internationalen und afghanischen Nichtregierungsorganisationen, für die Studie "High Stakes – Girls’ Education in Afghanistan" 1.600 Schülerinnen, Eltern und Lehrer/innen in Afghanistan befragt. Das Ergebnis: Armut ist das größte Hemmnis für Bildungschancen von Mädchen, gefolgt von der schlechten Sicherheitslage und dem Mangel an qualifizierten Lehrer/innen und ausreichend ausgestatteten Schulen.
Zum PDF der Studie "High Stakes – Girls’ Education in Afghanistan"


  Meena, 17 Jahre: "Mädchen haben dasselbe Recht wie Jungen, zur Schule zu gehen – doch viele Eltern glauben immer noch, dass Bildung für Mädchen Luxus ist. Später möchte ich Anwältin werden, denn viele afghanische Frauen wissen gar nicht, welche Rechte sie tatsächlich haben."
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In vielen ländlichen Gegenden gibt es keine festen Schulgebäude. Oft müssen die Mädchen dem Unterricht in Zelten folgen, Hygiene-Einrichtungen gibt es kaum.
Zum Video


Nafeesa, 56, Direktorin der Mädchenschule in Mazar-e-Sharif berichtet: "In Afghanistan wurde Bildung schon immer hoch geschätzt. Wir müssen dafür sorgen, dass sowohl Jungen als auch Mädchen Zugang zu Bildung haben. In meiner Schule gibt es 16 Klassen, die kein festes Gebäude nutzen können. Wenn es kalt wird, müssen wir die Mädchen notdürftig in beheizten Büros unterrichten." Zur Fotogalerie
 
Mädchenschule in der Provinz Parwan © Louise Hancock/Oxfam

"Es gibt auch viele Erfolge!"

Oxfam arbeitet seit über dreißig Jahren in Afghanistan – derzeit in 20 der 34 Provinzen, darunter einige der ärmsten und am schwersten zugänglichen des Landes. Ashley Jackson leitete bis Anfang 2011 zwei Jahre lang Oxfams Lobbyarbeit in Kabul. Sie berichtet von ihren Erfahrungen.
Zum Interview
 
A. Jackson © Louise Hancock/Oxfam

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