Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit

In Kürze

Entwicklungshilfe ist unbedingt erforderlich, um durch sinnvollen Einsatz etwa im Gesundheits- und Bildungswesen extremer Armut entgegenzuwirken.

Im Rahmen der sogenannten Paris-Deklaration haben im Jahr 2005 Vertreter/innen von Geber- und Empfängerländern konkrete Schritte zu einer effektiveren Gestaltung der Entwicklungskooperation vereinbart. Im September 2008 trafen sich die Regierungen erneut, diesmal in Accra, um die Umsetzung der Ziele zu überprüfen. Die Bilanz wies Licht und Schatten auf. Erste Erfolge sind erkennbar; die Bundesregierung hat beispielsweise viel dafür getan, um zu einer verbesserten internationalen Arbeitsteilung beizutragen.

Dennoch muss das Fortschrittstempo deutlich erhöht werden. Damit die Regierungen armer Länder tatsächlich mehr Eigenverantwortung übernehmen und langfristig planen können, müssen die Mittelflüsse vorhersehbarer werden. Noch immer werden zu viele Mittel über einen relativ kurzen Zeitraum von ein oder zwei Jahren vergeben, oder es kommt zu stockenden Auszahlungen. Dies erschwert die Umsetzung nationaler Strategien, beispielsweise zum Aufbau der Gesundheits- und Bildungssysteme. Die verstärkte Anwendung von Budgethilfe, d.h. die direkte finanzielle Unterstützung der Haushalte armer Länder, spielt hierbei eine Schlüsselrolle.

Die Entwicklungszusammenarbeit muss transparenter werden. In vielen Fällen ist die Vergabe und Verwendung von Hilfsmitteln ein Prozess, der sich vor allem auf Regierungsebene zwischen dem Empfängerland und dem jeweiligen Geberland abspielt. Bürger und Parlamentarier in Empfängerländern sind darin meist nicht oder zu wenig einbezogen. Sie müssen jedoch die Möglichkeit erhalten, ihre Meinung einzubringen, an den Entscheidungsprozessen teilzuhaben und die Verwendung der Mittel zu kontrollieren. Dazu bedarf es einer umfassenden Information. Dies hilft auch, Korruption zu bekämpfen.