Zu der Konferenz waren Minister aus 35 Staaten nach Deutschland gereist, um über das kommende Abkommen gegen den Klimawandel zu diskutieren.

Mit der Ankündigung unternimmt nun Deutschland den ersten Schritt, um den bislang leeren Green Climate Fund finanziell auszustatten. Der GCF soll in weit größerem Umfang als andere Fonds bisher Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel in den Entwicklungsländern fördern. Seit seiner Einrichtung auf der UN-Weltklimakonferenz 2010 arbeiten die Regierungen an seiner konkreten Ausgestaltung, etwa zu seinen konkreten Förderschwerpunkten. Bevor der Fonds aber mit seiner eigentlichen Aufgabe beginnen kann, fehlt noch das letzte Puzzlestück: die finanzielle Erstausstattung.

Weitere reiche Länder müssen jetzt nachziehen

Damit stehen die anderen reichen Länder unter Druck, darunter etwa die USA, Frankreich, Großbritannien oder Japan. Die Entwicklungsländer hatten zuletzt eingefordert, dass die Industrieländer bis Ende des Jahres mindestens 15 Milliarden US-Dollar zusagen müssten. Sollte dies gelingen, könnte es das Vertrauen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern stärken und die laufenden Verhandlungen um das neue Klima-Abkommen beflügeln.

Deutschland weiter auf die Finger schauen

Nun gilt es sicherzustellen, dass nicht von der einen in die andere Tasche gewirtschaftet wird, sondern die Klima-Hilfen aus Deutschland auch insgesamt wieder ansteigen. Für das Jahr 2014 hatten die Regierungskoalitionen gerade erst beträchtliche Kürzungen beschlossen. 2015 muss die Bundesregierung demnach die Klima-Hilfen nun wieder deutlich anheben. Sonst wird Deutschland es nicht schaffen, seinen fairen Beitrag zum Versprechen der Industrieländer zu leisten, die Klima-Hilfen bis 2020 auf 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr zu steigern.