„Worte des Bedauerns und Fassungslosigkeit reichen längst nicht mehr aus“, sagt Alessandro Becchini, Programmdirektor von Oxfam Italien.

„Spätestens jetzt ist klar, dass die multinationale EU-Mission ‚Triton‘ bei weitem nicht ausreicht, um den enormen Zustrom von Flüchtlingen zu bewältigen, die unter Lebensgefahr das Mittelmeer überqueren wollen.

Worte des Bedauerns und Fassungs­losigkeit reichen längst nicht mehr aus.
Alessandro Becchini, Programmdirektor von Oxfam Italien

Die Gleichgültigkeit, mit der die Europäische Union dem Sterben bisher zugesehen hat, ist verantwortungslos. Ungeachtet dessen retten die italienische Küstenwache und andere Seeleute Tag für Tag hunderte Menschen vor dem Ertrinken. Wir schulden ihnen dafür Dankbarkeit.“

Oxfam fordert alle EU-Mitgliedsstaaten auf, endlich tätig zu werden und die nötigen Mittel für eine umfangreiche Operation zur Seenotrettung („Search and Rescue“) bereitzustellen, die die immer weiter eskalierenden Krise auf dem Mittelmeer bewältigen kann. Auch muss für Migrant/innen eine legale und sichere Einreisemöglichkeit nach Europa geschaffen werden.

„Die skandalöse Untätigkeit Europas bei dieser Tragödie muss endlich ein Ende haben. Die vielen tausend Frauen, Männer und Kinder dürfen bei ihrer verzweifelten Flucht vor Krieg und Hunger nicht länger im Stich gelassen werden“, sagt Alessandro Becchini.