Der Zugang zu Land und Wasser ist für Kleinbauern und Kleinbäuerinnen eine wesentliche Bedingung, um Nahrungsmittel anzubauen und so ihre Existenz zu sichern. Seit über zehn Jahren unterstützt Oxfam Menschen in der Ostprovinz Sri Lankas bei ihrem Kampf um Landrechte. Oxfam Deutschlands Projektreferentin Daniela Preti hat mit Punchirala Somasiri gesprochen, der den Aufstand der Kleinbauer und Kleinbäuerinnen in Paanama (im Südosten Sri Lankas) anführt.

Was waren für Sie besonders schwierige Momente in diesem seit 2009 andauernden Kampf um ihr Land?

Das Militär und die Polizei haben sehr großen Druck aufgebaut. Als Anführer des Aufstandes gingen sie gegen mich besonders hart vor. Alle zwei Monate wurde ich in Haft genommen und verhört.

Was half Ihnen dabei, trotz dieses massiven Drucks weiterzumachen und nicht aufzugeben?

Wir sind insgesamt zehn Personen, die sich für die Landrechte unserer Gemeinde einsetzen. Die moralische Unterstützung meiner Mitstreiter ist besonders wichtig für mich. Dass sich ein auf lokaler Ebene sehr angesehener buddhistischer Mönch für uns eingesetzt hat, hat mir ebenfalls sehr geholfen.

Was raten Sie anderen Kleinbauern, die von ihrem Land vertrieben werden?

Wichtig ist, dass man gleichgesinnte Leute findet, die bereit sind, für die gemeinsame Sache zu kämpfen. Zudem muss man unbedingt in der Gesellschaft respektierte Führungspersönlichkeiten auf seine Seite bringen. In unserem Fall war auch das von Oxfam koordinierte Netzwerk PALM (“People’s Alliance on the Rights of Land”) eine wichtige Unterstützung. Und man muss viel Geduld haben und darf nicht aufgeben.

Daniela Preti, 19.02.2015, Colombo (Übersetzung: Doreen Fernando)