Am 27. Januar 2012 wird zum siebten Mal in Folge der Public Eye Award verliehen. Nominiert werden Unternehmen, die sozial und ökologisch besonders unverantwortlich handeln. Der Preis wird von Greenpeace und der Schweizer Nicht-Regierungsorganisation „Erklärung von Bern“ in einer öffentlichen Zeremonie parallel zum Weltwirtschaftsforum in Davos verliehen.

Dieses Jahr wurden insgesamt sechs Sozial- und Umweltsünder nominiert. Darunter Tepco, der Betreiber des japanischen Atomreaktors in Fukushima, Samsung und die Barclays Bank. Barclays ist nominiert, weil die international tätige Bank kräftig bei Spekulationen mit Nahrungsmittel mitmischt. Nach Recherchen des World Development Movements hat Barclays allein im Jahr 2010 etwa 400 Millionen Euro mit Nahrungsmittelspekulation verdient. Diese Spekulationsgeschäfte mit Agrarrohstoffen wie Reis, Weizen und Mais treiben die Preise für Grundnahrungsmittel massiv in die Höhe. Die Folge: Menschen in Entwicklungsländern können sich ihre tägliche Mahlzeit nicht mehr leisten, während sich internationale Finanzriesen wie Barclays Bank die Taschen füllen.

Mit der Kampagne Mahlzeit! fordert Oxfam: „Mit Essen spielt man nicht – Spekulationen mit Nahrungsmitteln eindämmen!“ Deshalb empfehlen wir: Beteiligen Sie sich an der Abstimmung! Wählen Sie Barclays Bank mit dem Negativpreis in die „Hall of Shame“.

Der Countdown läuft. Bis Ende Januar kann noch online abgestimmt werden.

Hier geht’s zur Abstimmung

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