Am Montag, den 26. November 2015 kam es im Norden Afghanistans (Badakhshan Provinz) zu einem schweren Erdbeben mit der Stärke 7,5 auf der Richterskala. Berichten zufolge kamen in Afghanistan und im angrenzenden Pakistan mindestens 370 Menschen ums Leben, mehrere Hundert wurden verletzt und tausende Häuser teils schwer beschädigt. Erschütterungen waren bis Nordindien und Tadschikistan zu spüren.

Die bislang berichteten Zerstörungen sind weniger verheerend als bei vergleichbaren Beben, weil das Epizentrum fast 200 Kilometer unterhalb der Erdoberfläche lag. Wegen der problematischen Sicherheitslage in einigen Gebieten, blockierten Straßen und einem mangelhaften Mobilfunknetz treffen allerdings nur langsam Informationen aus entlegeneren Gebieten ein. Das tatsächliche Ausmaß der Schäden ist daher weiterhin schwer einzuschätzen.

Oxfam arbeitet vor Ort eng mit lokalen Behörden und anderen Organisationen zusammen, um den vom Erdbeben betroffenen Menschen zu helfen. „Unsere Teams untersuchen das Ausmaß der Zerstörung und bewerten, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird. Wir verteilen Nahrung, Trinkwasser und Hygieneutensilien wie Seife. Die Menschen brauchen außerdem Schutz vor dem nahenden Winter, denn die Temperaturen werden bald unter den Gefrierpunkt fallen“, erklärt Jane Cocking, Leiterin Humanitäre Einsätze bei Oxfam Großbritannien.