Die Regierungen von Mazedonien, Serbien, Kroatien und Slowenien erlauben ab dem 20. November den Grenzübertritt nur noch für Menschen aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak. Flüchtlinge und Migrant/innen aus anderen Herkunftsländern, die aus Griechenland über den westlichen Balkan weiter nach Norden reisen möchten, wird die Einreise verweigert. Als Folge diese Entscheidung könnten Tausende Menschen an den Grenzen stranden und in Not geraten. Oxfam fordert die Regierungen von Mazedonien, Serbien, Kroatien und Slowenien auf, ihre Grenzen für alle Menschen auf der Flucht vor Konflikten und vor Verfolgung offen zu halten. Lokale und nationale Behörden müssen außerdem gewährleisten, dass Hilfsorganisationen Zugang zu diesen Menschen erhalten, um humanitäre Hilfe leisten zu können.

Alle Länder, die die Europäische Menschenrechtskonvention unterzeichnet haben, sind verpflichtet, die Rechte von Flüchtlingen und Migrant/innen zu wahren. Sie dürfen keinesfalls Flüchtlinge an ihren Grenzen zurückweisen, sondern müssen sicherstellen, dass alle Asylanträge individuell geprüft und nicht willkürlich auf Basis der Staatsangehörigkeit entschieden werden.