Die bisher zur Verfügung gestellten Gelder und Aufnahmeplätze für Geflüchtete reichen bei weitem nicht aus, um der wachsenden Not in Syrien und auch in Nachbarstaaten wie Libanon und Jordanien zu begegnen.

Die Regierungen reicher Staaten müssen

  • die Syrien-Nothilfe drastisch erhöhen,
  • sichere Einreisewege für Flüchtlinge nach Europa schaffen,
  • mehr Schutzsuchende aufnehmen.

Finanzierung der Syrien-Hilfe

Die Hilfsaufrufe der Vereinten Nationen für Syrien und dessen Nachbarländer waren 2015 lediglich zur Hälfte gedeckt. Reiche Geberstaaten wie Katar, Saudi-Arabien und die USA haben finanziell nur einen Bruchteil dessen beigetragen, was ihrer wirtschaftlichen Leistungskraft entspricht. Zu den wenigen Ausnahmen gehören Deutschland, Norwegen und Kuwait, die deutlich mehr als ihren „gerechten Anteil“ aufgewendet haben.

Die Hauptlast aber tragen die ärmeren Nachbarländer Syriens: Jordanien und Libanon haben im vergangenen Jahr mehr als das 50- beziehungsweise 60-Fache dessen geleistet, was ihrer wirtschaftlichen Leistungskraft angemessen wäre.

Sichere Einreisewege nach Europa

Außerdem müssen insbesondere die europäischen Regierungen sichere und legale Einreisewege für Menschen auf der Flucht schaffen. Viel zu viele Menschen sind bereits auf der gefährlichen Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen oder werden auf dem Landweg Opfer von Gewalt und Ausbeutung.

Perspektiven in der Region

Syrische Flüchtlinge, die in Nachbarländern wie Jordanien und Libanon bleiben möchten, sollten die Möglichkeit erhalten, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen und ausreichenden Zugang zu Arbeit, Bildung und Gesundheitsfürsorge erhalten. Die einflussreichen Staaten, die jetzt in London zusammenkommen, müssen zudem alles daran setzen, eine tragfähige Friedenslösung für den Konflikt in Syrien herbeizuführen.

Bitte unterstützen Sie die syrischen Flüchtlinge. Spenden Sie jetzt!

 

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