Pünktlich zum Weltfrauentag am 8. März 2016 verkündete Winnie Byanyima, die Geschäftsführerin von Oxfam International, die sieben Gewinnerinnen des Awards und würdigte ihre wegweisende Arbeit  für die Stärkung der ökonomischen Rechte und Potenziale von Frauen in der Landwirtschaft.  

Winnie Byanyima unterstreicht, wie wichtig solch ausdauernder Einsatz ist, um einen positiven Wandel in den lokalen (Land-) Wirtschaftssystemen zu erreichen. Denkmuster, Rollen und Grundsätze, die Frauen systematisch daran hindern, ihre Rechte wahrzunehmen und ihre Lebenssituation eigenständig zu verbessern, müssen hinterfragt und verändert werden.

Zu den Gewinnerinnen des Leadership Awards gehören unter anderem Ume Laila Azhar und Mariam Nana, mit deren Organisationen Oxfam Deutschland zusammenarbeitet.

Ume Laila Azhar
Ume Laila Azhar

Ume Laila Azhar wurde für ihre Arbeit als Geschäftsführerin von HomeNet Pakistan ausgezeichnet. Seit vielen Jahren setzt sie sich für die Rechte der wenig beachteten Heimarbeiterinnen ein und unterstützt unter anderem die gewerkschaftliche Organisation von Hausangestellten. Die Heimarbeiterinnen machen einen großen Teil des informellen Arbeitsmarktes des Landes aus. Mit HomeNet Pakistan gibt Ume Laila Azhar den Frauen eine Stimme. Sie treibt den Erlass von Gesetzen zu rechtlichen Anerkennung der Heimarbeiterinnen auf nationaler und Landesebene voran.

Und ihr Einsatz trägt Früchte: In der Provinz Punjab wurde ein Heimarbeiterinnen-Gesetz verabschiedet, das den Frauen das Recht auf gerechte Löhne, bezahlten Urlaub, soziale Absicherung zusichert sowie Schutz vor Gewalt am Arbeitsplatz und Kinderarbeit vorsieht. Auch auf nationaler Ebene wurde vor kurzem ein entsprechender Gesetzentwurf für Heimarbeiterinnen  vorgelegt. Die Erfolge von HomeNet Pakistan, die schon heute schätzungsweise über einer Million Frauen zu Gute kommen , könnte damit bald 12 Millionen Heimarbeiterinnen erreichen. Mehr zum Projekt lesen

Mariam Nana
Mariam Nana

Mariam Nana wurde der Leadership Award posthum für ihre außergewöhnlichen Verdienste in der ökonomischen Stärkung von Frauen in der Landwirtschaft von Burkina Faso verliehen.

Die Region Bagré, im Süden des Landes, ist ein großes Reisanbaugebiet. Frauen arbeiten dort vor allem in der Weiterverarbeitung des Rohreises. Mariam Nana leitete als Präsidentin die Vereinigung von Frauenkooperativen, in der sich über 450 Frauen aus 18 Kooperativen zur Reis-Weiterverarbeitung organisierten.

Charismatisch und visionär stärkte sie die Vernetzung der Frauen mit den Schlüsselpartnern der Reisindustrie und investierte in moderne Produktionsanlagen. So konnte sie für die Frauenkooperative von Bagré, als einzige des Landes, einen Zuliefervertrag mit den Reisproduzenten aushandeln und sie erfolgreich auf dem Reismarkt etablieren. Auch in der nationalen Frauenvereinigung hatte Mariam Nana großen Einfluss auf die Stärkung der Position von Frauenkooperativen in der Reis-Weiterverarbeitung von Burkina Faso. Mehr zum Projekt lesen

Insgesamt wurden 38 Frauen aus 25 Ländern für den Award nominiert. Mehr Informationen finden Sie unter WEE Leadership Awards.