Die Justiz bestätigt damit unsere Kritik im Vorfeld, dass Gabriel die Thematik nicht unbefangen angegangen ist und die Interessen Edekas vor das Allgemeinwohl gestellt hat.

Die vier größten deutschen Supermarktketten Edeka, Rewe, Lidl und Aldi beherrschen inzwischen 85 Prozent des Lebensmittelmarkts in Deutschland. Ein weiterer Machtzuwachs Edekas würde bedeuten, dass Edeka in Preisverhandlungen noch mehr Druck auf Lieferanten und Produzenten in Deutschland und Übersee ausüben kann. Für viele Kleinbauern und Plantagenarbeiter in den Erzeugerländern ist die Marktmacht der großen Ketten aber schon heute existenzbedrohlich. Die Studie „Süße Früchte, bittere Wahrheit“ dokumentiert, unter welchen Bedingungen Arbeiter/innen auf Ananas- und Bananenplantagen arbeiten, die auch deutsche Supermärkte beliefern.

Besonders groß ist dabei die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei Lidl, der größten Handelskette Europas. Lidl wirbt mit Begriffen wie „fairer Handel“ und „Nachhaltigkeit“, doch unsere Partner vor Ort berichten von menschenunwürdigen Zuständen auf Plantagen, die Obst an Lidl liefern.

Das muss sich dringend ändern! Wende Dich jetzt mit einer E-Mail an Lidl und fordere die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten:

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