Die Betroffenheit und der kollektive Aufschrei waren groß, als vor einem Jahr das Foto des toten Alan Kurdi um die Welt ging. Der leblose Körper des Jungen war am 2. September 2015 an die türkische Küste gespült worden. Doch seitdem ist die Situation für Flüchtlinge und Migranten keinen Deut besser geworden.

Die europäischen Regierungen müssen ihr Möglichstes tun, um alle Menschen zu schützen, die auf der Flucht vor Gewalt sind oder Armut zu entkommen suchen. Keinesfalls dürfen sie ihre Asylstandards weiter senken und mit diktatorischen Regimes kooperieren, um Menschen gewaltsam an der Flucht zu hindern.
Robert Lindner

Sie müssen auf der Suche nach Sicherheit weiter ihr Leben riskieren. Innerhalb eines Jahres ist die Zahl von Flüchtlingen und Migranten, die weltweit auf ihrem Weg in ein Zielland ums Leben kamen, um mehr als 20 Prozent gestiegen.

Besseren Flüchtlingsschutz und mehr finanzielle Unterstützung durch reiche Länder

Diesen Monat finden in New York zwei hochrangige Treffen zur weltweiten Flucht- und Migrationsproblematik statt, der UN-Gipfel am 19. und ein von US-Präsident Obama initiiertes Treffen am 20. September. Die Verhandlungen im Vorfeld des UN-Gipfels verliefen enttäuschend, da viele Länder sich weigern, ihr Engagement für Flüchtlinge zu verstärken.

Oxfam fordert von den Regierungen, insbesondere reicher Länder, mehr Flüchtlinge aufzunehmen, andere Aufnahmeländer finanziell besser zu unterstützen und sich für den Schutz von Flüchtlingen und Migranten weltweit starkzumachen.

 

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