In den letzten Monaten haben wir schon Druck auf Lidl aufgebaut: Wir haben unter anderem eine Studie veröffentlicht, E-Mails und Postkarten an Lidl-Verantwortliche geschickt, mit dem Management in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm gesprochen und bei der Lidl-Hotline die Drähte heiß telefoniert. Damit haben wir schon einiges erreicht:

  • In Costa Rica treffen sich nächste Woche Lidl-Vertreter/innen mit uns und unseren Partnern, um sich selbst ein Bild der Zustände auf den Ananasplantagen vor Ort zu machen und möglichst Verbesserungen einzuleiten.
  • Was die Bananenplantagen in Ecuador angeht, zeigt sich Lidl bisher weniger offen; nicht einmal ihre wichtigsten Lieferanten aus Ecuador wollen sie uns nennen. Doch mit Hilfe der Recherche unserer Unterstützer/innen in Lidl-Filialen hatten wir herausgefunden, dass Lidl Bananen von der Plantage Matías in Ecuador Bananen bezieht – dort deckten wir schockierende Verletzungen von Arbeitsrechten auf.
    Immerhin scheint unser Druck nun indirekt vor Ort zu wirken: So haben uns Arbeiter/innen der Plantage informiert, dass sie nun Arbeitskleidung erhalten haben, wie es das Gesetz vorschreibt. Außerdem kommen die Pestizidflugzeuge nur noch am Nachmittag, wenn keine Menschen mehr auf den Plantagen arbeiten. Dadurch sind diese dem giftigen Regen zumindest nicht mehr direkt ausgesetzt.

Das zeigt, dass wir etwas bewegen können! Doch damit Lidl seiner sozialen und ökologischen Verantwortung gerecht wird und sich fit für fair macht, ist größerer Druck nötig. Am Samstag werden Oxfam-Unterstützer/innen vor Lidl-Filialen in ganz Deutschland stehen, um dort Lidls Kund/innen und Kunden über die Situation auf den Plantagen zu informieren.

Und nicht nur in Deutschland – europaweit werden weitere Aktionen stattfinden. Beispielsweise werden in Frankreich Protest-Briefe an die Filialleitungen übergeben, in Polen wird eine Undercover-Aktion stattfinden, sogar in Malta werden Aktivist/innen vor einer Lidl-Filiale mit Kundinnen und Kunden über die Situation auf den Plantagen und Lidls Verantwortung sprechen. Auch in Bulgarien, Kroatien, Österreich, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern finden Aktionen statt.