DANKE – das haben wir 2016 gemeinsam erreicht!

Danke

Nur dank der Hilfe unserer Ehrenamtlichen und Aktivist/innen, der zahlreichen Spender/innen und der vielen Menschen, die unsere Aktionen unterstützen, können wir unsere Arbeit machen. Sie alle setzen sich mit Oxfam für eine gerechte Welt ohne Armut ein – und haben 2016 zu einem erfolgreichen Jahr gemacht. Hier stellen wir Ihnen einige Highlights vor – und sagen DANKE!

 

Gemeinsam Gerechtigkeit fordern

Ein diagonal geteiltes Bild: Links eine Jacht, rechts ein Holz-Kanu

Besser gleich! Schließt die Lücke zwischen Arm und Reich!
Anfang 2016 besaßen die 62 reichsten Menschen genauso viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen! Und das ist nicht die einzige erschreckende Entwicklung, die der Oxfam-Bericht "An Economy for the 1 %" aufdeckt. Auf dem Weltwirtschaftsforum, das im Januar 2016 in Davos stattfand, konfrontierten wir die versammelten Reichen und Mächtigen mit unseren Recherchen. Die Resonanz war überwältigend – alle großen Medien berichteten, unsere Zahlen wurden immer wieder zitiert und genossen großes öffentliches Interesse. Wir bleiben dran und fordern unter anderem, Steueroasen trockenzulegen, um die weltweit wachsende soziale Ungleichheit zu stoppen.
 

Hey Lidl, mach dich fit für fair!
Mehr als 75.000 Menschen forderten 2016 von Lidl, für faire Bedingungen beim Handel mit tropischen Früchten zu sorgen – per E-Mail, Postkarte und Online-Petition. Doch erst als im August zahlreiche Unterstützer/innen, allen voran unser Kampagnen-Botschafter, TV-Koch Ole Plogstedt, direkt bei Lidl anriefen, reagierte der Supermarkt-Gigant endlich – wenn auch zunächst mit Ausflüchten. Mehr konnten wir bereits durch die gemeinsamen Aktionen hier und mit unseren Partnerorganisationen vor Ort bei den Lidl-Lieferanten erreichen: Der größte Ananas-Produzent In Costa Rica hat endlich die Mehrzahl seiner Beschäftigten nicht mehr über Subunternehmen, sondern direkt angestellt und zahlt ihnen Mindestlöhne. Ein großer Bananen-Produzent in Ecuador verteilt inzwischen die vorgeschriebene Schutzkleidung an die Plantagenarbeiter/innen und schickt sie nicht mehr auf die Felder, wenn gerade Pestizide versprüht wurden.
 

Demonstrant/innen halten Fotos der ermordeten Berta Cáceres und ein Transparent mit der Aufschrift „Gerechtigkeit für Berta: Siemens, jetzt aus Agua Zarca aussteigen!“

Wirkung im In- und Ausland
Nach den Morden an den beiden Aktivist/innen Berta Cáceres und Nelson García, die sich gegen das umstrittene Staudamm-Projekt Agua Zarca in Honduras eingesetzt hatten, forderten wir Siemens zum Ausstieg aus dem Projekt auf. Der Konzern war über das Joint Venture Voith Hydro an Agua Zarca beteiligt. Nach zahlreichen Protesten mit hoher Medienresonanz erklärte Voith Anfang Mai schließlich die Einstellung sämtlicher Lieferungen für das Projekt.


Auch beim Thema Biosprit konnten wir unseren Einfluss geltend machen: Bayern hatte Anfang September eine Resolution in verschiedene Ausschüsse des Bundesrates eingebracht, um die 7%-Grenze von sogenanntem Biosprit aus Nahrungsmitteln aufzuweichen. Gemeinsam mit Bündnis 90/Die Grünen und Verbündeten wie Greenpeace konnten wir dies verhindern und sogar dazu beitragen, dass sich der Bundesrat für ein Ende der staatlichen Förderung für Biosprit nach 2020 ausgesprochen hat.

 

Gemeinsam Leben retten

Mitarbeiter von Oxfam und des Roten Halbmonds entladen einen Generator

Trinkwasser für Aleppo
Mitte November brachte Oxfam einen starken Stromgenerator nach Aleppo, um die Wasserversorgung in der umkämpften syrischen Stadt zu verbessern. Das äußerst leistungsfähige Gerät konnte im größten Wasserwerk Aleppos aufgestellt werden, das sich im seit Monaten belagerten Ostteil befindet. Hier liefert es auch dann sauberes Wasser, wenn andere Pumpwerke wegen Stromausfällen versagen. Selbst nach den jüngsten dramatischen Entwicklungen ist das Wasserwerk weiter in Betrieb – durch eine Explosion verursachte Schäden konnten schnell behoben werden. Unsere Teams vor Ort kümmern sich auch darüber hinaus um die Trinkwasser-Versorgung der Menschen in Aleppo und statten Familien auf der Flucht mit überlebenswichtigen Hygiene-Artikeln aus.
 

Oxfam-Hygieneberaterin Yusra Badawi spricht mit Familien im Golat-Camp in Debaga

Wo Leben in Gefahr sind, ist Oxfam vor Ort
Auch in vielen anderen Krisengebieten leisteten wir 2016 schnelle, wirksame Nothilfe  – aktuell etwa bei den Kämpfen um die irakische Stadt Mossul, im Jemen und bei der Hungerkrise in Zentralafrika. Unsere Spenderinnen und Spender leisten einen wichtigen Beitrag, damit wir Menschen, die dringend Unterstützung brauchen, überall auf der Welt beistehen können. Vielen Dank!
 

Alltag in Zaatari

Recycling im Flüchtlingscamp
Wenn Menschen auf engstem Raum unter schwierigen Bedingungen zusammenleben, ist die Abfallentsorgung eine wichtige Aufgabe. Im jordanischen Flüchtlingscamp Zaatari, wo rund 80.000 Kinder, Frauen und Männer Zuflucht gefunden haben, hat Oxfam 2016 gemeinsam mit der GIZ im Auftrag des BMZ einen Recyclinghof errichtet. Mit der Müllsammlung und -trennung, der Aufbereitung der Wertstoffe und der Herstellung recycelter Produkte können sich Geflüchtete Einkommen schaffen. Wessam Al Sharafat zum Beispiel war in seiner syrischen Heimat Recycling-Experte. Nun leitet er ein Team weiterer Campbewohner/innen an. Die Erzeugnisse können auf dem lokalen Markt verkauft werden. Das Projekt ist so erfolgreich, dass es nun auch in zwei Gemeinden im Gouvernement Mafraq startet, die Flüchtlinge aufgenommen haben.
 

Gemeinsam Wege ebnen

Schneiderin mit Nähmaschine

Benoîtes Start in die Selbstständigkeit
Mädchen, die den ganzen Tag auf den Märkten der Großstädte arbeiten müssen, statt zur Schule zu gehen: In Benin ist das leider ein häufiges Schicksal. Um diesen Kindern eine Chance zu geben, hat Oxfams Partnerorganisation ASSOVIE die Schule auf den Markt gebracht. Darüber hinaus ermöglicht ASSOVIE älteren Mädchen eine Ausbildung. Benoîte Odibamon ist eine der erfolgreichen Absolventinnen des Jahres 2016. Dank ihres „Berufsstarter-Sets“ mit einer Nähmaschine, Bügeleisenständer, Spiegel und weiteren Arbeitshilfen konnte sie sofort loslegen. Bereits in kurzer Zeit hat sich Benoîte einen festen Kundenstamm erarbeitet und spart fleißig für ein eigenes, größeres Schneideratelier. Im Geiste sieht sie das Schild schon über dem Eingang prangen: „Benoîte Couture“.
 

Saatgutbank

Zehn Tonnen lokales Saatgut für das Hochplateau
Das Hochplateau von Minembwe liegt in Süd-Kivu im Osten der DR Kongo. In der abgelegenen Region haben viele Familien trotz harter Arbeit nicht genug zu essen. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation UGEAFI unterstützen wir die Menschen dabei, ihre Ernährung zu verbessern. Ein wichtiger Baustein unseres umfassenden Programms ist schnell wachsendes Saatgut, das reiche Erträge bringt. Zu diesem Zweck richteten wir 2016 eine Saatgutbank ein, die seit ihrer Inbetriebnahme schon mehr als zehn Tonnen Saatgut für Mais und Bohnen erzeugt hat – beides Hauptnahrungsmittel in Minembwe. 1.000 Familien können sich mit dem Anbau ernähren und alles, was sie nicht selbst verbrauchen, auf den lokalen Märkten verkaufen.   
 

Erfolge weltweit
Vom Ex-Kämpfer im burundischen Bürgerkrieg, der sich eine angesehene Existenz als Frisör aufgebaut hat, bis zu unserem pakistanischen Partner HomeNet, der ein Gesetz zum Schutz von Heimarbeiter/innen durchsetzen konnte: Es gibt so viel von den beeindruckenden Menschen in aller Welt, die wir unterstützen, zu berichten, dass wir hier unmöglich alles aufzählen können. Einen intensiven Einblick in die Arbeit unserer Partnerorganisation Nisaa in Südafrika gibt ein Buch, in dem Schülerinnen ihre Erfahrungen mit Gewalt, Dating, HIV und AIDS verarbeiten. Nisaa setzt sich seit Jahren für die Stärkung von Frauenrechten ein und unterstützt Mädchen und Frauen dabei, mit schlimmen Erfahrungen umzugehen.

 

Gemeinsam aktiv werden

Herausragendes Engagement
„1.600 Euro – so viel Geld wird doch niemand im Shop bezahlen“, war die erste Reaktion der Ehrenamtlichen im Oxfam Shop Hamburg-Ottensen auf das OxfamUnverpackt-Geschenk „Brunnen“. Aber gemeinsam könnte es klappen, dachten sich einige, und starteten eine interne Sammlung. Rund 30 Team-Mitglieder beteiligten sich – und bekamen die Summe am Ende tatsächlich zusammen! Und das ist nur ein Beispiel für das tolle Engagement, das die Ehrenamtlichen in den Oxfam Shops Tag für Tag zeigen. Das Team des Oxfam Shops Köln-Südstadt wurde für sein Engagement im September mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Köln, „Köln engagiert“, ausgezeichnet.
 

Oxfam on tour
Unsere Konzertaktivist/innen bei Oxfam on tour verbinden ihre Musikbegeisterung mit dem Einsatz für die gute Sache: Auf Konzerttouren und Festivals informieren die ehrenamtlichen Teams über Oxfams Arbeit und sammeln Unterschriften für unsere aktuellen politischen Appelle. Diesen Sommer kamen dabei auf sechs Festivals, unter anderem dem Splash! und dem Lollapalooza, mehr als 10.000 Stimmen für unsere Kampagne „Fit für fair?!“ zusammen.


2017 – seien Sie dabei!

Sich ehrenamtlich engagieren, im Oxfam Running Team beim Berliner Halbmarathon mitlaufen, sich eigene Spenden-Aktionen ausdenken, im Oxfam Shop einkaufen oder Sachen spenden, Förderer werden, das Konsumverhalten anpassen und natürlich die aktuellen Oxfam-Kampagnen unterstützen: Es gibt viele Möglichkeiten, sich individuell mit und für Oxfam zu engagieren.

Wir freuen uns, wenn Sie auch 2017 an unserer Seite sind!
Jetzt Mitmach-Möglichkeiten checken.