Hurrikan Matthew in Haiti: Oxfams Nothilfe in den ersten 3 Monaten

Am 3. Oktober 2016 traf Hurrikan Matthew auf Haiti; Hunderttausende Menschen verloren ihre Lebensgrundlagen. Dank der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender war Oxfam schnell einsatzbereit und konnte trotz logistischer Herausforderungen bisher über 76.000 Menschen mit Nothilfe erreichen.
Ein weißer Transporter fährt durch einen Fluss ans Ufer, während einige Männer nebenher durch das Wasser rennen.
In den ersten Tagen nach dem Hurrikan Matthew mussten Oxfam-Teams in Haiti Flüsse zu Fuß überqueren, wo Brücken eingestürzt waren.

In der Nacht des 3. Oktober 2016 traf Hurrikan Matthew auf Haiti: Mit Böen bis zu 265 km/h war er einer der stärksten Stürme, die je in der Karibik gemessen wurden. Hurrikan Matthew führte zur größten humanitären Notlage in Haiti seit dem katastrophalen Erdbeben von 2010.

Verheerende Folgen für Ernährung und Hygiene

Hunderte Menschen kamen durch Hurrikan Matthew ums Leben, und er hatte verheerende Folgen für Hunderttausende Menschen, insbesondere in der südlichen Halbinsel Haitis: 4 von 5 Menschen in dieser Region leben von der Landwirtschaft, und der Sturm machte ca. 80 Prozent der Ernte zunichte, dezimierte die Ackerfläche, ertränkte Tiere und zerstörte Bauernhöfe.

Cholera und andere Krankheiten, die sich über verunreinigtes Wasser und bei schlechten Hygienebedingungen ausbreiten, sind für viele Menschen zur Bedrohung geworden. Mangelernährung war (und ist) eine Sorge.

Durch Spenden schnell einsatzbereit

Doch dank der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender konnten wir schon innerhalb von 48 Stunden nach dem Durchzug des Sturms lebenswichtige Hilfsgüter an die Betroffenen verteilen. Zusätzlich zu Wassertanks und Eimern, die wir in der Hauptstadt Port-au-Prince gelagert hatten, konnten wir weitere Geräte und Hilfsgüter aus unseren Lagerhallen in Spanien in die Region einfliegen. So waren unsere Teams innerhalb von Stunden in den am schlimmsten betroffenen Gebieten des Landes im Einsatz.

Logistische Herausforderungen

Allerdings waren direkt nach Hurrikan viele Straßen durch Erdrutsche unpassierbar und Brücken waren eingestürzt. In den ersten Tagen der Krise mussten Oxfam-Teams Flüsse zu Fuß überqueren, wo Brücken eingestürzt waren, um das Département Sud zu erreichen. In den letzten Monaten sind sie stundenlang durch Gebirge gegangen und haben Boote und Helikopter mobilisiert, um die betroffenen Gemeinschaften mit Nahrungsmitteln, Decken, Seife und weiteren Hilfsgütern zu unterstützen.

Freiwillige vor Ort geschult

Oxfam hat außerdem Freiwillige vor Ort rund um Wasser und Hygiene ausgebildet. Andere erhielten Schulungen zu den Themen Schutz, Zugang zu Darlehen und im Management von Katastrophenrisiken. So wollen wir einerseits dazu beitragen, Leben in gefährdeten Gebieten zu retten; andererseits wollen wir den längerfristigen Wiederaufbau unterstützen und die Gemeinschaften dazu befähigen, sich für zukünftige Bedrohungen besser zu wappnen.

Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die Bedürfnisse von Frauen, die von großen Katastrophen wie dieser besonders hart getroffen werden.

Insgesamt hat Oxfam im Rahmen der Nothilfe nach Hurrikan Matthew bisher über 76.000 Menschen erreicht. Bis Dezember 2017 planen wir, 150.000 Menschen so zu unterstützen, dass sie ein normales Leben führen können und auf zukünftige Krisen gut vorbereitet sind.

Themen

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Leben retten

Oxfam leistet Nothilfe bei Krisen und Katastrophen. Auf politischer Ebene setzen wir uns dafür ein, die Zivilbevölkerung zu schützen und die Ursachen von Konflikten zu beseitigen.

Nothilfe

Wenn irgendwo auf der Welt Naturkatastrophen, Krisen und Konflikte stattfinden, ist Oxfam zur Stelle, um Nothilfe zu leisten. Oxfams Schwerpunkt liegt dabei auf der Wasser- und Hygieneversorgung.

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