Simbabwe: „Es gab Zeiten, an denen wir drei Tage lang nichts zu essen hatten.“

In Simbabwe zerstören wiederkehrende Dürren und beispiellose Überflutungen die Ernten der Menschen. Auch Florence und ihr Ehemann sind betroffen. Nach der letzten Regenzeit konnte das Paar lediglich vier Säcke Mais ernten. Wie lange sie damit auskommen werden, wissen sie nicht.
Die 71-jährige Florence Mahove aus Simbabwe mit ihrem Ehemann
Die 71-jährige Florence Mahove mit ihrem Ehemann

Florence Mahove ist 71 Jahre alt und lebt mit ihrem sieben Jahre älteren Ehemann Masikati und ihrem Enkelkind in der Provinz Masvingo in Simbabwe. Die beiden haben sich in der Schule kennengelernt und sind seit 53 Jahren verheiratet. Das Geheimnis ihrer Ehe: „Liebe füreinander und viele Gespräche, um einander zu verstehen und zuzuhören“, so Florence. Die beiden hatten neun Kinder – drei von ihnen sind an HIV gestorben. Die anderen sechs leben in Siedlungen in der Nähe. Alle sind arbeitslos und können das Ehepaar in ihren Siebzigern nicht unterstützen. Florence ist über den Verlust ihrer Kinder bis heute nicht hinweggekommen.

Hunger durch Dürren und Überschwemmungen

Ihr persönliches Schicksal wurde durch wiederkehrende Dürren und Überschwemmungen erschwert. Die Gegend wird bereits seit fünf Jahren davon heimgesucht. Landwirtschaft, von der nicht nur Florence und ihr Ehemann abhängig sind, ist vielerorts nahezu unmöglich geworden. Um Geld für Nahrungsmittel aufzutreiben, versuchten sie Steine zu mahlen und als Kies an Menschen auf dem Bau zu verkaufen. Florence fing an zu betteln.

Es gab Zeiten, an denen wir drei Tage lang nichts zu essen hatten.
Florence Mahove

Finanzielle Unterstützung durch Oxfam

Florence aus Simbabwe erhält finanzielle Unterstützung per Mobiltelefon
In Form einer Nachricht an ihr Mobiltelefon erhält Florence finanzielle Unterstützung

In der letzten Dürreperiode erhielt Florence finanzielle Unterstützung durch Oxfam. Dies geschah in Form einer Nachricht an ihr Mobiltelefon, die sie auf Märkten und in Läden als Zahlungsmittel für einfache Lebensmittel einlösen konnte. Durch die finanzielle Unterstützung konnte sie neben lebensnotwendigen Dingen wie Salz, Öl und Seife auch Schulkleidung für ihr Enkelkind kaufen.

Ihr habt uns vor dem Verderben bewahrt. Wäre Oxfam nicht gewesen, hätten wir vor Hunger sterben können
Florence Mahove

Auch in dieser Dürreperiode benötigt Florence Unterstützung. Nach der letzten Regenzeit konnten sie und ihr Ehemann lediglich vier Säcke Mais ernten. Sie wissen, dass sie damit nicht lange auskommen würden. Sie sind sich nicht sicher, wie sie die Zeit bis zur nächsten Erntesaison überleben sollen. Die beiden sind in ihren Siebzigern und haben niemanden, an den sie sich wenden können.

Wir hoffen, dass uns Oxfam weiterhin unterstützt. Wir haben niemanden, der uns hilft. Unsere Kinder sind arbeitslos und leben nicht bei uns.
Florence Mahove

Wie Florence und ihrem Ehemann geht es vielen Menschen in Simbabwe. Bitte helfen Sie uns, sie zu unterstützen:

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