Auch ein Jahr nach der Katastrophe warten die meisten Betroffenen noch auf eine Entschädigung. Am 24. April 2013 stürzte die Fabrik Rana Plaza in Bangladesch ein und begrub 1138 Fabrikarbeiter/innen unter sich. Zuvor hatte es bereits in anderen asiatischen Fabriken Brände gegeben, Gebäude waren teilweise eingestürzt.

Erst nach der Katastrophe waren einige der westlichen Textilunternehmen mit Lieferverbindungen zu Rana Plaza und Bangladesch bereit, ein internationales Abkommen für Brandschutz und Gebäudesicherheit zu unterzeichnen. Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen hatten dafür schon seit längerem gekämpft. Zu den Unterzeichnern gehören auch viele deutsche Unternehmen wie zum Beispiel KiK, Aldi, Lidl und Tchibo.

Doch trotz dieses Fortschritts bei Gesundheit und Sicherheit nehmen die meisten Unternehmen ihre soziale Verantwortung nicht ausreichend war. Nicht nur dass viele Firmen wie zum Beispiel KiK, Adler Modemärkte, Mango, Benetton und C&A noch gar nicht oder kaum in den Entschädigungsfonds der internationalen Arbeitsorganisation eingezahlt haben, auch bei zentralen Themen wie existenzsichernde Löhne oder Gewerkschaftsfreiheit sind vor Ort kaum Fortschritte zu verzeichnen.