Es ist bereits heute absehbar, dass der Hunger bis 2030 nicht beendet wird, wenn die Regie­rungen nicht vom Schneckentempo in den Turbogang umschalten.
Marita Wiggerthale Oxfams Agrarexpertin

Oxfams Agrarexpertin Marita Wiggerthale kommentiert die neuen Zahlen:

„Die Fortschritte sind viel zu gering. Das Millenniumsziel, den Hunger bis 2015 zu halbieren, wird verfehlt. Die Unterschiede zwischen den Ländern und Regionen sind extrem groß. Es ist bereits heute absehbar, dass der Hunger bis 2030 nicht beendet wird, wenn die Regierungen nicht vom Schneckentempo in den Turbogang umschalten.“

Die Regierungen müssen ihre Politik und Entwicklungsprogramme konsequent am Recht auf Nahrung ausrichten und die massiven Umweltprobleme angehen. Es müssen wesentlich mehr öffentliche Gelder bereitgestellt und die politischen Rahmenbedingungen für eine kleinbäuerliche, ökologisch nachhaltige Landwirtschaft geschaffen werden. Angesichts des Klimawandels, der fortschreitenden Bodenzerstörung und zunehmenden Wasserkrisen ist entschlossenes Handeln drängender denn je.