Die Produktion „Bang For Your Buck“ des US-amerikanischen Filmemachers Seth Chase und des französischen Politikanalysten Brice Blondel hat im Februar 2011 den Hauptpreis des ersten Oxfam-Wettbewerbs „Shooting Poverty“ gewonnen.

Der Siegerfilm begleitet den Journalisten Teddy Mazina aus Burundi bei seinen Recherchen über die grassierende Gewalt in seinem Heimatland. Die Taten werden häufig mit Waffen verübt, die noch aus dem 2003 beendeten Bürgerkrieg stammen. Weil eine Granate dort nicht viel mehr als eine Flasche Bier kostet, werden diese tödlichen Waffen bei alltäglichen Streitigkeiten und Verbrechen eingesetzt. Die Bilder zeigen eindrucksvoll, wie die einfache Verfügbarkeit von Kriegswaffen eine Gesellschaft zerrütten kann. Eine friedliche Entwicklung ist so auf Jahre unmöglich.

Die Jury aus fünf internationalen Sachverständigen zeichnete zwei weitere Filme mit Förderpreisen aus.

„Grosso Calibre“, produziert von drei brasilianischen Filmemachern, taucht in den Untergrund des „funk proibido“ ein – verbotene Funkmusik, die Gewalt mit Schusswaffen verherrlicht und die in den Armenvierteln von Rio populär ist.

„April 6th“, eine indische Produktion, portraitiert eine junge Frau im nordindischen Bundesstaat Manipur, deren Mann am Tag ihrer Hochzeit erschossen wurde. Seither setzt sie sich gemeinsam mit anderen Witwen für ein Ende der Waffengewalt in ihrer Heimat ein.

Oxfam rief junge Leute aus aller Welt von Februar bis Juni 2010 auf, aus ihren eigenen Erfahrungen zu Armut, Waffenhandel und Gewalt eine Ideenskizze für einen kurzen Dokumentarfilm zu entwickeln und unterstützte die besten Projekte bei der Umsetzung.

Die drei für das Wettbewerbsfinale nominierten Kurzfilme hatten am 21. Oktober 2010 in New York Premiere. Anlass waren die laufenden Verhandlungen bei der UN-Generalversanmmlung zu einem globalen Abkommen zur Kontrolle des Waffenhandels.

Weitere Informationen

Zu den Siegerfilmen und zum Interview mit den Festivalgewinnern

Hintergrund: Oxfam-Kampagne für ein globales Waffenhandelsabkommen