Weitere Bank steigt aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln aus

Nach der Deka-Bank beendet auch die Landesbank Baden-Württemberg den spekulativen Handel mit Agrarrohstoffen.
Damit reagieren wir auf die öffentliche Diskussion, inwieweit Investments in Nahrungsmittel ethisch vertretbar sind.
LBBW-Sprecher

Die beiden Fonds „LBBW Rohstoffe 1“ und „LBBW Rohstoffe 2 LS“ (Gesamtvolumen rund 645 Millionen Euro) würden ab Jahresende keine Agrarrohstoff-Investments in Mais, Weizen, Soja und Kakao mehr anbieten und sich ganz auf Rohstoffe wie Metalle, Öl und Gas konzentrieren − vorausgesetzt der Aufsichtsrat stimmt dieser Umstellung zu. „Damit reagieren wir auf die öffentliche Diskussion, inwieweit Investments in Nahrungsmittel ethisch vertretbar sind“, wird ein LBBW-Sprecher zitiert.

Es ist erfreulich, dass erste Finanzinstitute auf die öffentliche Kritik an dem durch Nahrungsmittelspekulation verstärkten Hungerrisiko reagieren. Wie bereits berichtet, wird im Juli ein Gespräch zwischen Oxfam und Vertretern der Allianz, dem größten deutschen Akteur im Bereich der Lebensmittelspekulation, stattfinden. Über die Ergebnisse des Gesprächs informieren wir selbstverständlich. Die Allianz war nach der Oxfam-Veröffentlichung über ihre milliardenstarke Beteiligung am Geschäft mit dem Hunger in starke Kritik in der Öffentlichkeit und auch bei vielen ihrer Kundinnen und Kunden geraten.

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Nahrungsmittelspekulation

Maßlose Spekulationen mit Agrarrohstoffen sind für die starken Preissprünge der letzten Jahre mitverantwortlich und tragen so zu globalen Nahrungsmittelkrisen bei.

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