Anlässlich der ersten öffentlichen Debatte zu Nahrungsmittelspekulationen im Bundestag startete Oxfam eine Protest-Aktion.

Unter dem Motto „Mit Essen spielt man nicht!“ fordern wir gemeinsam mit unseren Partnern von Misereor und WEED die Bundesregierung auf, maßlose Spekulationen mit Rohstoffen wie Reis, Weizen und Mais einzudämmen. Denn sie verteuern Nahrungsmittel, und die Hauptleidtragenden sind die Menschen in armen Ländern.

Bei unserer Aktion spielte sich folgende Szene ab: Vier Spekulanten sitzen um einen Roulettetisch. Ihr Wetteinsatz sind nicht die üblichen bunten Chips, sondern Grundnahrungsmittel – Weizen, Mais, Reis. Daneben schwebt ein Ballon – die „Rohstoff-Börse“. Das gierige Zocken der Spekulanten lässt die Spekulationsblase immer weiter anschwellen, bis sie irgendwann zerplatzt! Daraufhin ziehen sich die Spieler dezent vom Tisch zurück. Niemand will es gewesen sein, keiner stellt sich der Verantwortung. Nach einer kurzen Schreckenspause beginnt das risikoreiche Spiel von Neuem.

Mit der Kampagne „Mahlzeit!“ setzen wir uns gemeinsam mit unseren Partnern dafür ein, dass dieses Szenario an den echten Börsen beendet wird. Das ist nicht unmöglich! Durch politische Entscheidungen können und müssen maßlose Finanzwetten auf Grundnahrungsmittel verhindert werden.

Der G20-Gipfel, der im November dieses Jahres in Frankreich stattfindet, ist ein wichtiger politischer Termin, zu dem wir im Vorfeld Druck aufbauen müssen, denn das Thema Spekulation mit Nahrungsmitteln steht dort ganz oben auf der Agenda. Wir fordern von den Regierungen konkrete Maßnahmen, die die Nahrungsmittelmärkte langfristig stabilisieren. Dazu gehört die Regulierung von Spekulationen sowie ein Ende der damit einhergehenden Manipulation des Marktes.

Mahlzeit! – Ein Planet. Neun Milliarden. Alle satt.

Unterzeichnen Sie jetzt den Aufruf!