Zum ersten Jahrestag der historischen UN-Abstimmung über einen Vertrag zur Kontrolle des globalen Waffenhandels haben ihn bereits 31 Staaten ratifiziert.

Am 2. April 2014 sind die Vertreter/innen von 18 Staaten bei den Vereinten Nationen in New York zusammengekommen, um dort die entsprechenden Urkunden zu hinterlegen. Damit sind zwei Drittel der 50 Ratifikationen erreicht, die benötigt werden, damit das Abkommen in Kraft treten kann.

Harald Braun und Allison Pytlak halten Schild mit Aufschrift: Germany – first 50
Der deutsche UN-Botschafter Harald Braun mit Control-Arms-Campaignerin Allison Pytlak
Zu den neu hinzugekommenen Staaten zählen neben Deutschland auch vier weitere der zehn größten Waffenexporteure der Welt (Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien).

Oxfam setzt sich im Rahmen des internationalen Kampagnenbündnisses „Control Arms“ dafür ein, dass die fehlenden 19 Ratifikationen zügig folgen und der Kontrollvertrag damit endgültig völkerrechtliche Geltungskraft erlangt.

Außerdem rufen wir alle Regierungen auf, sich schon vor dem formalen Inkrafttreten an die Bestimmungen und an den Geist des Abkommens zu halten: Dafür zu sorgen, dass konventionelle Waffen wie automatische Schusswaffen, Granatwerfer und Panzer samt Munition nicht mehr in die Hände von Kriegsverbrechern und Menschenrechtsverletzern gelangen können.

Ratifikation
Unter Ratifikation wird die völkerrechtlich verbindliche Erklärung des Abschlusses eines völkerrechtlichen Vertrages durch die Vertragsparteien verstanden. Bedingung dafür ist, dass die rechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung des Vertrages in den jeweiligen Staaten geschaffen werden – häufig durch Zustimmung der Parlamente.