Sechs Monate nach den Verwüstungen durch Taifun „Haiyan“ stehen die philippinische Regierung und die internationale Gemeinschaft weiterhin vor großen Herausforderungen. Oxfam ist darüber besorgt, dass der Wiederaufbau nicht schnell genug vorangeht. Es sind die ärmsten Bevölkerungsgruppen, die am meisten unter Verzögerungen zu leiden haben.

Die philippinische Regierung muss dafür sorgen, dass die Menschen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen, und dass dies auf eine verantwortungsvolle und transparente Weise geschieht. Beispielsweise leben immer noch 40 Prozent der betroffenen Familien in behelfsmäßigen Zelten, von denen einige nicht einmal schwachen Stürmen standhalten können – und ab Juni steht die nächste Unwetter-Saison bevor.

Nach wie vor haben viele Kokosbäuerinnen und -bauern sowie Fischer/innen kaum Möglichkeiten, wieder ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Gleichzeitig aber wurden die Verteilungen von Lebensmitteln inzwischen weitgehend eingestellt.

Nach der Katastrophe hat Oxfam 730.173 Menschen mit Trinkwasser, Nahrung und Zelten versorgt. Zurzeit unterstützen wir Fischer/innen dabei, ihren Beruf wieder auszuüben und treiben die Aufräumarbeiten voran, damit Felder so schnell wie möglich wieder bestellt werden können.

Edgardo Postrero ist glücklich, wieder aufs Wasser hinaus fahren zu können. „Es wird mir helfen, meinen normalen Alltag wieder herzustellen und für meine Familie zu sorgen“, erzählt er Oxfam. Dann fügt er hinzu, dass noch mehr unternommen werden muss, um illegales Fischen zu unterbinden und genügend Fisch-Reservate für zukünftige Generationen zu erhalten.

Die Arbeiter/innen erhalten von Oxfam einen kleinen Lohn für die Räumung der Felder von umgestürzten Kokospalmen im Dorf Barangay in der Provinz Ost-Samar. Danach können die Felder endlich wieder bestellt werden.

Larry Tondo hat von Oxfam ein Training zum Umgang mit der Kettensäge erhalten. Nun baut er aus dem Holz von Kokospalmen einen Kiosk. Von dem Lohn, den er für diese Arbeit erhält, kann er sogar noch seinen Bruder unterstützen. „ Ich hoffe sehr, dass dieses Projekt fortgesetzt wird. Diese Arbeit ist für mich die einzige Möglichkeit, Geld zu verdienen. Am Anfang war es schwierig für mich, mit der Säge richtig umzugehen, aber inzwischen bin ich damit vertraut geworden.“