Das ernüchternde Fazit: Nur eine Handvoll Länder leisten gemessen an ihrer Wirtschaftskraft ihren gerechten Anteil bei der Finanzierung der Nothilfe und der Aufnahme von Flüchtlingen. Deutschland (Hilfe: 75 Prozent, Resettlement: 112 Prozent) und Norwegen (Hilfe: 186 Prozent, Resettlement: 293 Prozent) verzeichnen bei beiden Kennzahlen hohe Werte, während etwa Russland (Hilfe: 1 Prozent, Resettlement: Null) und Frankreich (Hilfe: 22 Prozent, Resettlement: 5 Prozent) äußerst schlecht abschneiden. Länder wie Großbritannien, die USA und Kuwait wiederum geben zwar verhältnismäßig viel Geld, halten sich jedoch bei der Aufnahme von Flüchtlingen stark zurück.

Mindestens 10 Prozent der Flüchtlinge aufnehmen

Flüchtlinge haben ein Recht darauf, in Sicherheit zu leben, Schutz zu erfahren und ihre Grundbedürfnisse befriedigen zu können. Doch die meisten reichen Staaten ignorieren die unüberhörbaren Alarmsignale. Die internationale Hilfe stagniert, es fehlt der politische Wille, Gelder zu gewähren und Flüchtlinge aufzunehmen. Derzeit benötigen die am meisten Schutz bedürftigen Menschen unter den Syrienflüchtlingen, rund 10 Prozent, dringend eine sichere Zuflucht über Resettlement-Programme.

Viel mehr Geld für Nothilfe und Einsatz für Frieden nötig

Deutschland leistet im internationalen Vergleich viel, könnte gemessen an seiner Wirtschaftskraft bei der Finanzierung der Nothilfe in Syrien und den Nachbarländern aber noch mehr tun. Oxfam warnt, dass sich die syrische Flüchtlingskrise weiter ausweitet und vertieft. Deutschland und die gesamte internationale Gemeinschaft müssen deshalb ihre Anstrengungen zur Lösung des Konflikts und Unterstützung der Flüchtlinge massiv erhöhen.

Zum Bericht „Solidarity with Syrians“