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© Mike Auerbach/Oxfam Deutschland
Blog | 23. Februar 2017

Maßlose Nahrungsmittelspekulation ohne Ende

Viele EU-Abgeordnete sind vor der Finanzindustrie eingeknickt: Ein Vorschlag der EU-Kommission, der es Banken, Hedgefonds und Investmentfonds erlaubt, munter weiter mit Essen zu spielen, wurde im Europaparlament nicht gestoppt. Doch wir werden uns weiter dafür einsetzen, den Einfluss von Spekulanten zurückzudrängen, die Konzernmacht zu beschränken und eine sozial und ökologisch nachhaltige Neuorientierung der Landwirtschaft voranzutreiben.
Pressemitteilung | 15. Februar 2017

Votum im EU-Parlament ist Rückschlag für Kampf gegen Nahrungsmittelspekulation

Oxfam fordert strengere Regeln auf nationaler Ebene
Trotz breiter und fraktionsübergreifender Zustimmung unter EU-Abgeordneten konnten im EU-Parlament keine strengeren Regeln gegen die exzessive Nahrungsmittelspekulation beschlossen werden: Die absolute Mehrheit, die nötig gewesen wäre, um den Vorschlag der EU-Kommission ändern zu lassen, wurde verfehlt. Oxfam sieht nun die nationalen Aufsichtsbehörden in der Verantwortung, die exzessive Nahrungsmittelspekulation zu beenden, die Millionen Menschen bedroht. Marita Wiggerthale, Agrarexpertin bei Oxfam Deutschland, kommentiert:
Pressemitteilung | 31. Januar 2017

Oxfam: Geplante EU-Regeln gegen Nahrungsmittelspekulation haben keinen Biss

Entwicklungsorganisation warnt: Maßlose Spekulation vorprogrammiert / EU-Parlament muss Mitte Februar Kommissionsvorschlag ablehnen
Der Vorschlag der EU-Kommission zur weiteren Eindämmung der Nahrungsmittelspekulation verfehlt in der jetzigen Form seinen Zweck, kritisiert die Entwicklungsorganisation Oxfam. Unwirksame Grenzwerte ermöglichen weiterhin die Kontrolle von Rohstoffmärkten durch nur wenige Händler und erlauben zielgerichtete Manipulationen. Oxfams Agrarexpertin Marita Wiggerthale fordert: „Nun müssen die Europaabgeordneten den Vorschlag der EU-Kommission ablehnen und auf schärfere Regeln drängen.“
Pressemitteilung | 10. Januar 2017

Konzernatlas 2017 zeigt beispiellose Fusionswelle in Agrar- und Ernährungsindustrie

Umwelt- und Entwicklungsorganisationen warnen vor enormer Markt- und Lobbymacht einzelner Konzerne
Berlin, 10. Januar 2017. Immer weniger Konzerne bestimmen weltweit über einen immer höheren Anteil der Lebensmittelerzeugung – zum Nachteil von Kleinbäuerinnen und -bauern, Landarbeiterinnen und -arbeitern sowie der regionalen Lebensmittelversorgung. Das zeigt der „Konzernatlas 2017“, eine Zusammenstellung von Analysen, Fakten und Grafiken zur Agrarindustrie. Die Herausgeber – Heinrich-Böll-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Oxfam Deutschland, Germanwatch und Le Monde Diplomatique – warnen davor, dass die Konzentration im Agrarsektor die 2015 beschlossenen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen gefährdet und fordern stärkere Kontrolle im Agrar- und Ernährungssektor.
Publikation | 13. Juli 2015

Schlupflöcher im Kleingedruckten

Die neuen Regeln zur Eindämmung von Nahrungsmittelspekulation werden durch laxe technische Standards ausgehöhlt: Anfang 2014 brachte die Europäische Union mit der Finanzmarktrichtlinie erstmals eine ernstzunehmende Regulierung ihrer Rohstoffmärkte auf den Weg.

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