Afghanistan: Rückkehr in die Unsicherheit

Immer mehr Menschen kehren nach Afghanistan zurück, viele davon unfreiwillig. Seit 2015 sind es bereits über zwei Millionen. Viele afghanische Rückkehrer/innen kommen aus dem Iran und Pakistan, wenige aus Europa. Sie kehren zurück, obwohl in vielen Gegenden ihrer einstigen Heimat noch immer chaotische Zustände herrschen. Andauernde Kämpfe, Menschen, die innerhalb des Landes vertrieben werden, und ein hohes Maß an Armut prägen das Land.

Oxfam hat in den Provinzen Herat, Kabul, Kunduz und Nangarhar eine Feldstudie durchgeführt. Diese zeigt, dass zurückkehrende Menschen dort kein sicheres Leben führen können. Dennoch kommen Tag für Tag immer mehr Menschen zurück. Es ist wahrscheinlich, dass dadurch Spannungen entstehen, Ressourcen wie Land und Arbeit knapper werden, sich die Ungleichheit verschärft. Die Folge: noch mehr Binnenvertriebene und Unsicherheit.

Die Unberechenbarkeit des Konflikts macht es unmöglich, zwischen sicheren und unsicheren Landesteilen zu unterscheiden. Menschen dürfen daher nicht zur Rückkehr in die Unsicherheit gezwungen oder abgeschoben werden – egal, ob aus Deutschland oder aus den Nachbarländern Afghanistans.

Den englischen Bericht „Returning to Fragility“ können Sie hier herunterladen:

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