Haiti

Ein haitianischer Arbeiter jätet Unkraut auf einem Reisfeld.
Ein Arbeiter jätet Unkraut auf einem Reisfeld in Haiti.

In Kürze

Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt. 80 Prozent der Bevölkerung leben in Armut, mehr als die Hälfte leidet unter Unterernährung. Etwa 50 Prozent der Haitianer sind Analphabeten. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung lebt in ländlichen Gebieten. Die Karibikinsel ist von einer schwachen Wirtschaft geprägt, dazu kommt eine instabile politische Lage mit zahlreichen Unruhen. Seit Mitte der 1990er Jahre sind über drei Millionen Haitianer ausgewandert.

Noch immer leiden die Menschen unter den Folgen des schweren Erdbebens von 2010. Damals kamen nach Schätzung der Regierung über 300.000 Menschen ums Leben; mehr als 1,5 Millionen Menschen verloren ihr Heim. Zudem wird Haiti immer wieder von zerstörerischen Wirbelstürmen heimgesucht. So hinterließ der Wirbelsturm „Matthew“, der 2016 mit Sturmböen von mehr als 200 Stundenkilometern über den Südwesten des Karibikstaats hinwegraste, eine Schneise der Verwüstung und tötete mehr als 1.000 Menschen. Ökonomisch gesehen war der Hurrikan sogar noch katastrophaler als das Erdbeben von 2010, da „Matthew“ etwa 80 Prozent der Ernte zunichtemachte, Ackerfläche dezimierte, Tiere ertränkte und Bauernhöfe zerstörte.

Oxfam ist vor Ort

Nach dem Erdbeben 2010 half Oxfam in enger Kooperation mit haitianischen Partnern beim Wiederaufbau. Dabei ging es um die Verbesserung der Trinkwasserversorgung und der Abwasser-Systeme sowie um die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Hauptstadt Port-au-Prince und in ländlichen Regionen.

Nach Hurrikan „Matthew“ unterstützte Oxfam die Bevölkerung mit Wasserversorgungs-Systemen und Hygieneeinrichtungen. Zudem gab es Schulungen zu den Themen Schutz, Zugang zu Darlehen und im Management von Katastrophenrisiken. So haben wir einerseits dazu beitragen, Leben in gefährdeten Gebieten zu retten; andererseits haben wir den längerfristigen Wiederaufbau unterstützt und die Gemeinschaften dazu befähigt, sich für zukünftige Bedrohungen besser zu wappnen. Insgesamt hat Oxfam im Rahmen der Nothilfe nach Hurrikan „Matthew“ bisher über 76.000 Menschen erreicht. Zudem sollen insgesamt 150.000 Menschen so unterstützt werden, dass sie ein normales Leben führen können und auf zukünftige Krisen gut vorbereitet sind.

Unterstützen Sie unsere Nothilfe-Arbeit mit einer Spende:

Jetzt spenden