Burundi: Wiedereingliederung von ehemaligen Kombattanten in das zivile Leben

Nach dem Ende des Bürgerkrieges in Burundi stehen viele ehemalige Kombattanten ohne Perspektiven da. Oxfams Partnerorganisation unterstützt die Jugendlichen auf ihrem Weg zurück in das zivile Leben und fördert die gesellschaftliche Versöhnung.

Nach einem langjährigen Bürgerkrieg in Burundi legte im April 2009 die letzte Rebellenbewegung offiziell ihre Waffen nieder. Seitdem sind viele der jungen, ehemaligen Kombattanten arbeitslos und sind auf sich allein gestellt. Sie verfügen weder über eine ausreichende Schulbildung noch über ein tragfähiges soziales Netz. Häufig sehen sie sich aufgrund ihrer Vergangenheit heftigen Beschuldigungen und einer starken Ablehnung von Seiten der Bevölkerung ausgesetzt.

Die Gefahren der Perspektivlosigkeit

Bewaffnete Gruppen nutzen die Armut und mangelnde Bildung der Jugendlichen, um sie zu weiteren Gewalttaten bei bewaffneten Auseinandersetzungen zu animieren. Junge Ex-Kombattanten lassen sich aufgrund der Perspektivlosigkeit leicht rekrutieren.

Vertrauen bilden und Neuanfang ermöglichen

Mithilfe eines Projektes zur sozialen und wirtschaftlichen Wiedereingliederung von ehemaligen Kombattanten und arbeitslosen Jugendlichen in der Provinz Bujumbura Rural will Oxfams Partnerorganisation OAP das ändern. 800 junge Menschen, unter ihnen Ex-Kombattanten, Waisen und Mitglieder ethnischer Minderheiten, profitieren direkt von dem Projekt.

  • Workshops zu bürgerschaftlicher Verantwortung und Friedenssicherung werden durchgeführt.
  • Gemeinsame Sport- und Kulturveranstaltungen unterstützen den Annäherungs- und Versöhnungsprozess zwischen den ehemaligen Kombattanten und den Gemeinschaften.
  • Bei der Umsetzung von Erosions- und Hochwasserschutz lernen die jungen Menschen, in gegenseitigem Respekt und zum Wohl der lokalen Gemeinschaften zusammenzuarbeiten.
  • Damit sie auch längerfristig ein Auskommen im zivilen Leben finden, erhalten die Jugendlichen Schulungen zur Entwicklung von Einkommen schaffenden Projekten. Hier lernen sie einfache Businesspläne zu erstellen und kleine gemeinschaftliche Unternehmen aufzubauen. Erfolgversprechende Geschäftsideen wurden mit Startkapital und Beratung bei der Umsetzung unterstützt.
  • Bürgergeführte Friedenskomitees werden unterstützt, die Konflikte schlichten und psychologischen Beistand für Traumatisierte leisten.
  • Zur Förderung der unternehmerischen Aktivitäten gründen die jungen Menschen und interessierte Dorfbewohner/innen Spar- und Kreditgruppen.
  • Alphabetisierungskurse unterstützen die Unabhängigkeit und die unternehmerische Tätigkeit der Jugendlichen.
  • Jugendliche werden im Tischlerei- und Nähereihandwerk ausgebildet, existierenden Handwerker/innen wird Arbeitsmaterial gestellt.

Dieses Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des zerbrechlichen Friedens in Burundi, fördert den gesellschaftlichen Versöhnungsprozess und Frieden und bietet schließlich den Jugendlichen eine reelle Perspektive auf einen Neuanfang.

 

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In Burundi unterstützt Oxfam die Bevölkerung gemeinsam mit lokalen Partnern in den Bereichen Ernährungssicherung, Friedensförderung, Schulbau und Wasser.

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