EUsaveLIVES, YOU SAVE LIVES (Projekt abgeschlossen)

Gemeinsames Projekt von Oxfam und der Nothilfe-Direktion der Europäischen Union (ECHO)
Libanon: Asias Geschichte - EUsaveLIVES.

Sie sind da, aber wir sehen sie nicht. Es ist kaum zu glauben, denn es gibt Millionen von ihnen, und würden sie einen Staat gründen, nähme er, gemessen an der Größe der Bevölkerung, Platz 26 in der Welt ein. Sie wären Bürger/innen des Landes der Unsichtbaren, in dem jede und jeder die gleiche Geschichte hat, die immer gleich beginnt: Eine verzweifelte Flucht, um zu Überleben.

Es gibt heute mehr als 51 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene weltweit, ausgelöst meist durch Konflikt und Gewalt. Dies ist ein Rekordwert, der sogar die Flüchtlingszahl des Zweiten Weltkriegs übersteigt.

Der Hauptgrund ist die weltweite Intensivierung von gewaltsamen Konflikten. Einen bedeutenden Anteil daran haben die Krisen in Syrien, im Südsudan und in der Zentralafrikanischen Republik. Alleine diese Konflikte haben zu über 11 Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen geführt, davon mehr als zwei Millionen im Südsudan und 860.000 weitere in der Zentralafrikanischen Republik.

Besuchen Sie www.EUsaveLIVES.org

Hinter diesen nackten Zahlen stehen persönliche Schicksale – Menschen, die fliehen und ihren gesamten Besitz und ihr Zuhause sowie ihre Freunde und oft auch ihre Familien zurücklassen mussten. Es ist sehr schwer, die Trostlosigkeit und die Schutzlosigkeit, der diese Menschen ausgesetzt sind, in Worte zu fassen. Die geringe Sichtbarkeit der Flüchtlinge entspricht bei Weitem nicht der wahren Dimension des Problems und der individuellen Tragödien.

Persönliche Schicksale sichtbar machen

Um dies zu ändern, arbeiten die Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO) und Oxfam in einem Kommunikationsprojekt zusammen – EUsaveLIVES, YOU SAVE LIVES  – um die Erfahrungen von Flüchtlingen und Vertriebenen stärker ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.

2015 werden wir uns auf drei der derzeit weltweit schwersten humanitären Krisen konzentrieren: Syrien, Südsudan und die Zentralafrikanische Republik. Menschen, die dort unter Flucht und Vertreibung leiden, möchten wir Gelegenheit geben, ihre persönlichen Geschichten zu erzählen. Indem wir diesen Stimmen Geltung verschaffen, wollen wir ein stärkeres Bewusstsein bei Bürger/innen in ganz Europa für die Schicksale von Flüchtlingen und Vertriebenen in aller Welt schaffen.